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Sieben Verletzte, darunter sechs Schulkinder: Ein Schulbus hatte ein Handwerkerauto gerammt, das gegen Straßenmast und Hauswand schleuderte. (Fotos: Max Moosbauer/ mediendenk)
Lkw-Durchfahrtsverbot

Unfall am Anger mobilisiert Anwohner

Passau - FĂŒr die Bewohner an der Donauuferstraße gegenĂŒber der Altstadt ist jeder Verkehrsunfall vor der HaustĂŒr erneut Anlass darauf hinzuweisen, dass der Zustand an dieser hochfrequentierten Stadtautobahn unzumutbar ist. Ihr Sprachrohr ein Journalist und Hausbesitzer, wendet sich nach dem heutigen UnglĂŒck am Anger erneut an die Öffentlichkeit.

Kurz vor acht Uhr hatte  der Schulbus eines Bad FĂŒssinger Reiseunternehmers nach einem missglĂŒckten Spurwechsel das Handwerkerauto eines Passauer Installationsbetriebs erfasst. Der gerammte Wagen riss einen Masten um und schleuderte gegen ein Haus an der Parkstraße. Dieses hatte wenige Augenblicke zuvor eine 42-jĂ€hrige Mutter mit ihrer vierjĂ€hrigen Tochter verlassen. Auf dem Weg zur Bushaltestelle hörten sie den gewaltigen Rumms, entdeckten das UnglĂŒck; die Mutter wĂ€hlte den Notruf. So schildert Journalist Max Moosbauer das GesprĂ€ch mit der Betroffenen. Die Augenzeugin und Ersthelferin ist Aktivistin bei der BĂŒrgerinitiative „Die Angerer“. Sie hat bei Verkehrstagungen explizit auf diese gefĂ€hrlichen Gehwege hingewiesen.

Sieben Insassen im Schulbus, darunter sechs Kinder, wurden verletzt, eine Frau und ein MÀdchen so schwer, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Den 31-jÀhrigen Chauffeur, der den Unfall ausgelöst hate, erwartet ein Strafverfahren.

Laut einer VerkehrszĂ€hlung des "Dialogforums", das sich mit Verkehrslösungen nördlich der Donau beschĂ€ftigt, ist die vierspurige Angerstraße mit tĂ€glich bis zu 39.000 Fahrzeugen belastet. Das ist mehr Verkehr als auf der A3 zwischen den Passauer Anschlussstellen Nord und SĂŒd (31.800). Moosbauer und seine Mitstreitenden fordern seit Jahren vergeblich, dass wenigstens der Schwerlastverkehr ausgesperrt wird, laut jĂŒngster ZĂ€hlungen tĂ€glich gut 2.800 Laster. Der OberbĂŒrgermeister steht hinter dem Durchfahrtsverbot, aber das nĂŒtzt wenig, denn fĂŒr diese Bundesstraße ist der Staat zustĂ€ndig.

Die Angerer, den Journalisten an der Front, bringen ihre Anliegen oft an höchster Stelle vor. Sie hoffen, dass Scheuers Nachfolger, der kĂŒnftige Verkehrsminister Volker Wissing sich einsichtig zeigt und wollen sich an diesen wenden, sobald er im Amt ist.  

 
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