Dienstag, 19. Januar 2021
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Silvesternacht 2011 auf dem Hammerberg. An Jahren wie dieses verschluckte Nebel den Feuerzauber, man hätte ihn sich sparen können. (Foto: Mediendennk)
Aufbruch ins dritte Jahrzehnt

Prosit 2021 mit Feuerwerk im Herzen!

Wenn Sie einen legalen Vorrat an Feuerwerk auf Lager haben, nicht in der Altstadt oder im Niederhaus wohnen, können Sie diesen, wenn ein privates Grundstück zu ihrer Wohnung gehört, auf diesem abschießen, vorausgesetzt sie gefährden die Nachbarn nicht.

Falls Sie sich über diesen Satz jetzt ernsthaft Gedanken machen, der das Passauer Silvesterschlupfloch zusammenfasst, haben sie die letzten zehn Monate verschlafen. Die Welt kämpft gegen eine Seuche, täglich sterben und starben in Deutschland hunderte Menschen, die das neue Jahr mit uns noch hätten erleben können. Es gibt so gesehen keinen triftigen Grund für ein sprühendes Freudenfeuerwerk.

Ob es überhaupt eine gute Idee ist, dass seit 170 Jahren Menschen tonnenweise Salpeter und Schwefel, Holzkohle, Eisen- und Aluminiumspäne in die Luft jagen dürfen, wäre zudem zu hinterfragen. Feuerwerke waren bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein Privileg von Königen und Kirchenträgern. "Böse Geister" vertrieb der Mensch vor der Erfindung des Schwarzpulvers mit Trompetenfanfaren, Glockengeläut und Peitschenknallen. Die schadstofffreie Zukunft liegt wohl in Lasershows und Projektionen, die sich beispielsweise an Wahrzeichen, wie heute Abend am Brandenburger Tor (ZDF-Silvesterprogramm aus Berlin) zu sehen, umsetzen lassen. Stephansdom und Oberhaus würden sich hervorragend für solche Licht- und Musikspiele eignen.

Die Berliner Polizei hat es positiv mit Humor formuliert: „Wir haben gute Nachrichten für #Welcome2021. Sie müssen nicht um 0 Uhr raus in die Kälte, um mit Ihren Nachbarn um die Wette zu knallen. Sie dürfen im Haus bleiben und im kleinen Kreis auf ein besseres pandemiefreies 2021 anstoßen“.

Die Seuchenschutzverordnung besagt: Ausgangssperre auch in der Silvesternacht ab 21 Uhr bis 5 Uhr früh. Böller oder Feuerwerk zu zünden zählt nicht als triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen. Diese generelle Ausgangssperre entlastet heuer die Polizei, die in den Vorjahren die bereits bestehenden Passauer Sonderverordnungen aufwändig kontrollieren musste: kein Feuerwerk in Altstadt, Ortspitze und ums Niederhaus, Sperre der Marienbrücke von 23 bis 1 Uhr früh.

Wie wär´s mit einem Feuerwerk im Herzen, vor Neugierde und Zuversicht? Denn das beginnende dritte Jahrzehnt wird sich zum Besseren entfalten, wenn wir es mit Umsicht, Rücksicht und Vorausschau gestalten.

Prosit 2021!

Ihr Hubert Jakob Denk 

 
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