Samstag, 31. Oktober 2020
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Die Angeklagte sitzt zwischen zwei Verteidigern im Gerichtssaal 40 des Passauer Landgerichts; umgeben von sechs Kameraleuten der Presse; gegenüber Staatsanwalt, Nebenkläger und Gerichtsschreiberin. (Foto: mediendenk)
Prozess um Verzweiflungstat

Lebensmüde Freundin im Rannasee ertränkt

Sterbehilfe ist nicht strafbar. Das haben Karlsruher Verfassungsrichter im Frühjahr bekräftigt. Aber wie weit darf die Hilfe gehen? "Tötung auf Verlangen" ist eine Straftat.

Die zweite Große Strafkammer des Passauer Landgerichts muss sich heute mit letzterem Vorwurf befassen: Eine 23-jährige Frau hat angeblich den Wunsch einer Freundin erfüllt und diese im Rannasee ertränkt. Die gleichaltrigen Frauen wollte sich zunächst beide das Leben nehmen, doch ihr Fahrzeug blieb am Ufer auf halbem Weg ins Wasser stecken.

Ein Angler entdeckte am frühen Morgen die überlebende Frau, die bewusstlos im Auto lag. Sie hatte vermutlich Schlaftabletten geschluckt.

Die Tat ereignete sich im August letzten Jahres. Beide Frauen, österreichische Staatsbürgerinnen, befanden sich seit längerer Zeit wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung. Sie sollen zuvor in ihrer Heimat versucht haben, sich gemeinsam zu töten.

Zur Beweisaufnahme sind zwölf Zeugen und vier Sachverständige geladen. Die Mutter der Verstorbenen tritt als Nebenklägerin auf.

 
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