Montag, 12. Oktober 2026
·

Niederbayern >> Montag, 12. Oktober 26

bild_klein_0000025769.jpg
Politik und Gesellschaft

Demokratie beginnt mit Zuhören

Mehr als 30 Veranstaltungen laden in Passau und Umgebung zum Mitreden, Fragen und Erinnern ein. Die Wochen zur Demokratie laufen noch bis 21. November.

Als die Wochen zur Demokratie 2019 erstmals in Passau stattfanden, ahnte kaum jemand, wie dringlich es einmal werden würde, über Demokratie und den Rechtsruck in Deutschland zu sprechen. Inzwischen ist die Veranstaltungsreihe im Herbst fest etabliert. Zum achten Mal gibt es ein Programm von Diskussionen und Workshops bis zu Lesungen, Filmen und Konzerten. In den kommenden Wochen stehen unter anderem diese Termine an:

  • 21. Oktober, 18.15 Uhr, Uni-Live-Raum: Fünf Politikwissenschaftler der Universität Passau diskutieren über „Demokratie unter Druck“ – darunter Lars Rensmann und Bernhard Stahl.
     
  • 23. Oktober, 20.15 Uhr, Donau-Atelier im Kulturmodell: Der Podcast des Roman Herzog Instituts ist erstmals live in Passau zu erleben. Mit dabei ist der Passauer Politikwissenschaftler Bernhard Stahl.
     
  • 31. Oktober, 19 Uhr, Evangelische Stadtpfarrkirche St. Matthäus: Altbischof Heinrich Bedford-Strohm hält am Reformationstag eine Kanzelrede zum Thema „Gelebte Menschenrechte“. Anlass ist das 55-jährige Bestehen der Passauer Amnesty-Gruppe.
     
  • 8. November, 17 Uhr, Kleiner Redoutensaal: Der Psychologe Jürgen Wenke spricht über die Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus.
     
  • 9. November, 19 Uhr, Evangelisches Zentrum: Die Omas gegen Rechts gestalten eine Gedenkstunde mit einer Lesung jüdischer Autorinnen und Autoren.
     
  • 21. November, Lederergasse 1: Das Jugendprojekt DemoQuest endet mit einem „Festival der Demokratie“. Jugendliche stellen ihre Recherchen zu Passauer Bürgerinitiativen vor.

Die Reihe begann 2019 als Initiative einer privaten Gruppe. Heute trägt ein gemeinnütziger Verein die Reihe. Seit dem Start organisierte das Team nach Angaben der Stadt 177 Veranstaltungen, teils gemeinsam mit 15 örtlichen Vereinen. 

Oberbürgermeister Andreas Rother sagt: „Demokratie lebt vom Mitmachen und vom offenen Austausch.“ Der neue, jüngere Vorstand zeige, dass auch die nächste Generation Verantwortung übernehme. Öffentlichkeitsbeauftragte Stefanie Steinbrink beschreibt das Ziel so: „Wir wollen ins Gespräch kommen, wieder lernen einander zuzuhören.“ 

hud