Saturday, 04. July 2026
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Ex-Wirt, Lehrer und jetzt dritter Bürgermeister: der 55-jährige Oliver Robl. (Foto: mediendenk)
Presseschau

Rathaus-Debatten: Rother, Robl und Resch

Bürgermeister Robl setzt auf Zuhören statt Lagerdenken
Der neue dritte Bürgermeister Oliver Robl (ÖDP) beschreibt im PNP-Interview seinen Führungsstil. Zuhören sei die wichtigste Eigenschaft im Amt. Sein Ziel: „Alle an einen Tisch holen und erst dann aufzustehen, wenn eine Lösung gefunden ist, die möglichst allen passt.“ Lagerdenken lehnt Robl ab: „Im Idealfall sollte doch der ganze Stadtrat eine Gestaltungsmehrheit sein.“ Nach den ersten Wochen im Rathaus habe er zudem mehr Verständnis für die oft komplexe Arbeit der Verwaltung entwickelt.

OB Rother wirft FDP Selbstdarstellung vor
Im Wirtschaftsausschuss kam es zur ersten schärferen öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Oberbürgermeister Andreas Rother und Georg Steiner (Team Putzke/FDP). Anlass war die Neuordnung der Wirtschaftsförderung. Rother lehnte zusätzliche Strategiepapiere ab und warb dafür, „ins Arbeiten zu kommen“. Als Steiner auf FDP-Anträgen beharrte, wurde der OB deutlich: Manche nutzten den Ausschuss zur Selbstdarstellung, ihm gehe es „um die Menschen und um die Stadt“. Die FDP-Anträge scheiterten. Steiner war 2020 erfolglos als CSU-Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl angetreten. 

Stadträtin Resch fordert mehr Transparenz für Kulturschaffende
Mit einem Antrag zur Unterstützung von Veranstaltern hat PAL-Stadträtin und "Zauberberg"-Veranstalterin Marlies Resch im Wirtschaftsausschuss eine Debatte über die Serviceangebote der Stadt angestoßen. Zwar verwies die Verwaltung auf eine bereits bestehende Koordinierungsstelle für Veranstaltungen, doch viele Kulturschaffende kennen dieses Angebot offenbar nicht. Eine Umfrage unter 50 Kulturakteuren nennt Bürokratie, steigende Kosten und fehlende Veranstaltungsorte als größte Herausforderungen. Oberbürgermeister Andreas Rother räumte ein, dass viele städtische Angebote und Ansprechpartner zu wenig sichtbar seien. Die Verwaltung kündigte an, Informationen, Ansprechpartner und Hilfsangebote künftig besser zugänglich zu machen.