Wednesday, 03. June 2026
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Der geplante neue Recyclinghof liegt 2,7 Kilometer vom Zentrum der Innstadt entfernt - mehr Autoverkehr. (Grafik:maphub/ mediendenk)
Kritik an Standort bleibt

Neuer Recyclinghof in Passau-Haibach genehmigt

Passau/ München - Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hat den Bebauungsplan für den geplanten Recyclinghof an der Wiener Straße bestätigt.

Damit kann die Stadt ihre Planungen für den neuen Standort in Haibach fortsetzen.

Oberbürgermeister Andreas Rother begrüßte die Entscheidung. Nach dem Wegfall des bisherigen Recyclinghofs wolle die Stadt den Bürgern in der Innstadt wieder ein vollwertiges Entsorgungsangebot bieten.

Mit dem Urteil endet zwar der Rechtsstreit, die Diskussion über den Standort dürfte aber weitergehen. Kritiker bemängeln, dass der Recyclinghof am südöstlichen Stadtrand liegt und zusätzliche Fahrten über die ohnehin vom Tanktourismus und Pendlern belastete "Straße der Kaiser und Könige" auslösen dürfte.

Der provisorische Standort an der Kapuzinerstraße liegt näher an dicht besiedelten Wohngebieten der Innstadt. Für den neuen Recyclinghof wird zudem bislang landwirtschaftlich genutzter Boden überbaut. Der Standort liegt außerdem in einem Überschwemmungsgebiet und nahe der geschützten Innauen.

Anwohner und Grundstücksnachbarn hatten sich deshalb gegen die Planungen gewehrt. Hinzu kommt eine weitere Entwicklung: Mit der Einführung der Gelben Tonne könnte sich bald die Bedeutung von Recyclinghöfen langfristig verändern. Je mehr Wertstoffe direkt vor der Haustür abgeholt werden, desto seltener müssen Bürger mit dem Auto zum Wertstoffhof fahren. 

Die Stadt verweist dagegen auf den Wunsch vieler Bürger nach einem vollwertigen Recyclinghof in der Innstadt. Der neue Standort solle dieses Angebot dauerhaft sichern.