Friday, 20. March 2026
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Im Großen Redoutensaal präsentierte das "Landestheater Niederbayer" neue Personalien und Programm ab der Spielzeit 2026/27. (Foto: Stefan Schopf)
Landestheater Niederbayern

Passauer Opernhaus: Neustart mit neuer Handschrift

Passau/ Landshut/ Straubing - Das Landestheater Niederbayern stellt sich neu auf – personell, programmatisch und im Erscheinungsbild.

Die Spielzeit 2026/ 2027 enthälteine historische Nachricht: Erstmals liegt die künstlerische Leitung vollständig in Frauenhand.

Neue Intendantin ist Astrid Großgasteiger, die musikalische Leitung übernimmt Elisa Gogou als Generalmusikdirektorin. Die Besetzung der Position des Kammermusikdirektors steht noch aus. Insgesamt fünf Frauen – die Dramaturgie verantworten Svenja Gottsmann, Dana Dessau und Swantje Schmidt-Bundschuh – bilden künftig die Spitze des Hauses und gestalten das Programm von Musiktheater über Schauspiel bis zum neu geschaffenen Kinder- und Jugendtheater. Sichtbar im Programm setzt das Haus künftig stärker auf weibliche Perspektiven – auch im Ensemble und in der Themenwahl.

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Das Passauer Opernhaus in neuer weiblicher Hand: Intendantin Astrid Großgasteiger (rechts) und Generalmusikdirektorin Elisa Gogou. (Foto: Stefan Schopf)
Der Auftakt: das Schauspiel mit „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. Das Musiktheater beginnt die Saison mit „Fantasio“ von Jacques Offenbach. Geplant sind zehn neue Schauspielproduktionen sowie sechs Musiktheaterpremieren, darunter eine Uraufführung („Die gelbe Tapete“ von Susan Oswald). Bei den Burgfestspielen steht „Der Freischütz“ auf dem Programm.

Neu ist die Sparte für Kinder und Jugendliche. Sechs Produktionen sind vorgesehen, darunter „Der gestiefelte Kater“, „Pinocchio“ und „Die Astronauten“ als Klassenzimmerstück. Teile des Programms können bewusst außerhalb klassischer Bühnen stattfinden – in Parks, Höfen und anderen öffentlichen Räumen.

Die neue Intendantin, in Stuttgart geboren und zuletzt am Theater Kiel tätig, bringt einen Schwerpunkt auf junges Publikum und gesellschaftliche Themen mit. Dazu gehören auch feministische Perspektiven und Stoffe, die Rollenbilder hinterfragen. Das Theater richte sich auch an ein studentisches und politisch interessiertes Publikum, wie es insbesondere in Passau präsent sei, sagt Großgasteiger.

Auch visuell markiert das Haus den Neustart. Künftig tritt es unter neuem Logo und der Abkürzung „Ltn“ für "Landestheater Niederbayern" auf. Das neue Erscheinungsbild setzt auf reduzierte Gestaltung mit typografischen Elementen und drei roten Punkten - die drei Spielorte Landshut, Passau und Straubing sollen darin gleichberechtigt sichtbar werden.

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Pressekonferenz mit der neuen Leitung des Landestheater Niederbayern im Großen Redoutensaal. (Foto: Stefan Schopf)
Die Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Spielzeit dauerte rund zwei Stunden und wurde von kurzen szenischen Beiträgen aus Schauspiel, Oper und Konzert begleitet. Rund drei Dutzend Mitgliwswe und Gäste verfolgten die Präsentation. 

red