· | Niederbayern >> Mittwoch, 26. Juni 24
Passau beschäftigt Bernreiters VerkehrsministeriumJeder möchte seine bestellte Ware zügig vor der Haustür haben. Jeder will schnell und bequem von A nach B kommen. Auf der anderen Seite ist das größte Ärgernis, sichtbar an Passauer Bürgerinitiativen, der motorisierte Verkehr. Krachmacher, Luftverpester, Gasgeber, Schwerlastlenker, Gefährder. Die Verkehrswende in der Innenstadt findet so gut wie nicht statt, weil der Dreiflüssestadt lagebedingt das Schicksal auferlegt ist, Drehkreuz für die Verkehre aus allen Himmelsrichtungen zu sein. Nicht zwingend notwendige Verkehre auszusperren und auf Umwege zu schicken, gelingt schwerlich oder wird erst gar nicht versucht. Ausnahme: Das Durchfahrtsverbot in der Innstadt für Reisebusse und Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Es greift mehr oder minder. Journalist Max Moosbauer, der am Anger, der Donauuferstraße gegenüber von Neumarkt und Altstadt, eine Immobilie besitzt, kämpft seit Jahrzehnten im Sinne seiner Nachbarn und Leidensgenossen für ein Durchfahrtsverbot identisch zur Innstadt. Rechtlich sei dies auf der innerstädtischen Bundesstraße nicht durchsetzbar, heißt es seit Jahrzehnten. Ein Kompromissvorschlag kam jüngst von CSU-Bürgermeister Armin Dickl: Tempo 30 zur Nacht. Tagsüber wird damit aber weder die Luft besser noch das Stadtleben erträglicher. Die Luftmessstation am Anger, dieses Magazin hat es exklusiv berichtet, wirft eine der schlechtesten deutschen Werte aus. Blick an den westlichen Stadtrand: Am Autobahnzubringer zwischen Franz-Josef-Strauß-Brücke und der Auffahrt “Passau Mitte“ kämpft die Bürgerinitiative „Lärmschutz Passau West“ dafür, den Verkehr auf der Brücke über ihren Häusern zu beruhigen. Es dröhnt über dem Hammerbachtal Tag und Nacht. Schlimmstenfalls fällt verlorene Ladung herab und im Winter der salzige Schneematsch. Spritzschutzwand? Lärmschutzwand? Tempo 60? Verkehrsminister Christian Bernreiter hat, was den anwesenden Grünen-Stadtrat Matthias Weigl überraschte, sechs seiner Spitzenleute zum Ortstermin der Bürgerinitiative an den Brandweg geschickt. Den Betroffenen zu zeigen, dass sie der Politik wichtig sind, war gut. Das Ergebnis eher schlecht. Die Oberbauräte argumentierten wie beim Schwerlastverkehr am Anger: die Funktion eines Autobahnzubringers habe Vorrang und lasse sich rechtlich nicht beschneiden. Beim Ortstermin hat sich ein künftiger CSU-Stadtrat warmgelaufen, Holm Putzke. Er hielt Bernreiters Gesandten einen entgegengesetzten Blick auf die Rechtslage vor. Die Angerer haben schon viele Spitzenpolitiker zum Lärmspaziergang eingeladen. Zuerst war SPD-Oberbürgermeister Jürgen Dupper dran, dann Grünen-Bundespolitiker Anton Hofreiter. Jetzt verkünden Vertreter der Passauer CSU-Fraktion, sie werden Verkehrsminister Christian Bernreiter zum Spaziergang am Anger einladen. Ob kurzzeitige Betroffenheit die Verantwortlichen zum Umlenken zwingt? red
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