Samstag, 31. Oktober 2020
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Lokalnachrichten >> Dienstag, 15. September 20

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Gefahrenstelle in der Einbahnstraße "Innbrückgasse": Hier können Autos entgegenkommen. (Foto: mediendenk)
Verkehrswende verschoben

Verflixte Innbr├╝ckgasse

Wie Verkehrswende in Passau funktioniert? Am Beispiel Innbr├╝ckgasse l├Ąsst sich als Antwort geben: zun├Ąchst so gut wie gar nicht.

Im heutigen Stadtratsausschuss f├╝r Mobilit├Ąt sollte die schmale, un├╝bersichtliche Gasse zwischen Innbr├╝cktor und Residenzplatz als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden. Das bedeutete, dass Fu├čg├Ąnger Vorrang haben. Das entsprechende blaue Verkehrsschild zeigt ein Haus, ein Auto, einen Erwachsenen und ein ballspielendes Kind.

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Dieses Schild stand f├╝r die Innbr├╝ckgasse zur Debatte: Entscheidung vertagt.

Aber das urspr├╝ngliche Ziel war ein anderes. Die Gasse sollte als Hauptverkehrsachse f├╝r Radfahrer ert├╝chtigt werden. Was spricht gegen eine "Fahrradstra├če"?

  • Die Polizei sieht dieses Problem: Die 90-Grad-Kurve am unteren Tunnelende sei so un├╝bersichtlich, dass es den Radfahrern wegen des entgegenkommenden Autoverkehrs nicht erlaubt werden k├Ânne, hier bergw├Ąrts einzubiegen.
     
  • In einer Fahrradstra├če sind 30 km/h und Nebeneinanderfahren erlaubt. Dies sehen andere generell auf dieser absch├╝ssigen, schmalen Gasse als gef├Ąhrlich.

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Kleiner Redoutensaal: In der ersten Stadtratssitzung nach der Sommerpause ging es um Mobilit├Ąt. (Foto: Maximilian Ortner/ B├╝rgerblick)
Die Stadtr├Ąte konnten sich nicht einigen.

  • Stadtrat Wolfgang Wagner (SPD) findet eine Spielstra├če zu gef├Ąhrlich: Fu├čg├Ąnger blockierten die Tunneleinfahrt und mit ballspielenden Kindern w├╝rden Autofahrer nicht rechnen.
  • Stadtrat Andreas Dittlmann (FDP) und Urban Mangold (├ľDP) sehen die Bordsteinkanten als Hindernis. Radfahrer k├Ânnen Autos nicht ausweichen ohne abzusteigen; Rollstuhlfahrer und M├╝tter mit Kinderwagen hingen mit einem Rad in der Luft.
  • Stadtrat Matthias Koopmann (Passauer Liste) fordert sinngem├Ą├č seiner Vorredner, dass f├╝r eine Verkehrswende das Pflaster auf ein einheitliches Niveau abgesenkt werden m├╝sse.
  • Gr├╝nen-Stadtrat Dr. Armin Spechter irritierte die Beschlusslage ÔÇ×Spielstra├čeÔÇť: Dies w├╝rde das Fahrradwegenetz nicht st├Ąrken, sondern behindern. Er schlug eine Fahrradstra├če mit Tempolimit 20 vor.

Oberb├╝rgermeister J├╝rgen Dupper schien ├╝ber die konfliktreiche Debatte nicht ungl├╝cklich zu sein. Die Entscheidung wurde vertagt und eine neue L├Âsung soll gefunden werden.

Maximilian Ortner

 
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