· | Niederbayern >> Thursday, 31. July 25
Wie Passau ohne Gelbe Tonne beim Recycling hinterherhinkt - und was Oberösterreich besser macht
Während in Oberösterreich Europas modernste Sortieranlage läuft, landen in Passau jährlich bis zu eine Million Kilogramm Verpackungsmüll im Restmüll – weil die Gelbe Tonne fehlt. Es wird sich nichts daran ändern. Die Verbandsräte haben gegen eine Umstellung gestimmt. Der Verbraucher zahlt für den "Grünen Punkt" - und die Abfallwirtschaft lässt sich bedienen und kassiert. Dabei hatte sich die Mehrheit der Bürger bei der Online-Umfrage klar für die Einführung der Gelben Tonne ausgesprochen. Weigl - und ursprünglich auch Hasenberger - wollten entsprechend des Votums abstimmen. Sturm lehnte laut einem PNP-Bericht vom Samstag die Gelbe Tonne persönlich ab, wollte aber die Entscheidung des Stadtrats respektieren, wie er sagte. Der hat sich mit Mehrheit (acht Gegenstimmen) ebenso gegen die Gelbe Tonne ausgesprochen. Verbindlich war dieser Beschluss nicht.
Die Entscheidung wäre ein Systemwechsel gewesen: Die Gelbe Tonne hätte (voraussichtlich ab 2028) das bisherige Bringsystem ersetzen können. Der Recyclinghof bliebe dann nur noch für spezielle Abfälle zuständig – etwa Elektrogeräte, Bauschutt, Gartenreste oder Sondermüll wie Batterien. Öffnungszeiten und Zahl der Höfe ließen sich entsprechend verringern. In einer Universitätsstadt mit Tausenden Studierenden und einer älter werdenden Bevölkerung ohne Auto wäre das ein praktischer Fortschritt gewesen. Gelbe Tonne statt Alibi-Recycling
"Fehlwürfe" sind kein Argument gegen die gelbe Tonne. Auch hier kann – wie bei Bio- oder Papiertonnen – kontrolliert und die Annahme verweigert werden. Fakt ist: Ein Großteil der Stadtbevölkerung trennt Verpackungsmüll nicht, weil das Bringsystem zu aufwendig, platzraubend und umständlich ist. Im Passauer ZAW-Gebiet wurden 2022 rund 11 Kilogramm Leichtverpackungen pro Kopf erfasst. In Regionen mit Gelbem Sack oder Gelber Tonne sind es durchschnittlich 20 bis 30 Kilogramm – also mindestens doppelt so viel. So landen jährlich bis zu eine Million Kilogramm sortierbare Verpackungen in Passau in der Restmülltonne.
Ein weiterer Vorteil für Verbraucher wäre gewesen: Mit der kostenlosen gelben Tonne sinkt das Restmüllaufkommen. Haushalte können kleinere Tonnen bestellen – das spart Gebühren. Was die Skeptiker gern ausblenden: Die Autofahrt jedes Einzelnen zum Recyclinghof ist ökologisch fragwürdiger als die gebündelte Abholung per Müllwagen. Und dass Wertstoffhöfe nicht automatisch umweltfreundlich sind, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Passau-Haibach: In den sensiblen Innauen wird landwirtschaftliche Fläche versiegelt, um dort einen neuen Wertstoffhof zu bauen. Die Baustelle liegt seit Monaten brach, weil Anwohner geklagt haben. Ob die Anlage je in Betrieb geht, ist ungewiss. Selbst wenn sie öffnet, zwingt sie viele Lieferanten zu langen Anfahrten an den Stadtrand. hud
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