Sonntag, 14. August 2022
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Die Gründer des Dackelmuseums sind es gewohnt, Huldigungen entgegenzunehmen. Hier zeigen sie sich auf einem Balkon vom ehemaligen Palais des fürstbischöflichen Kanzlers. (Archivfoto: mediendenk)
Streit um Sonderrechte

Dackel und Drama-Queen

Eine KrĂ€nkung der prominenten Passauer DackelmuseumsgrĂŒnder wird von Lokalmedien und den GekrĂ€nkten zum Popanz aufgebaut.

Hintergrund: Die GrĂŒnder des Passauer Dackelmuseums haben 2018 auf dem Altstadttrottoir eine öffentliche FlĂ€che als GeschĂ€ftsterrasse beschlagahmt, um öffentliche Aufmerksamkeit und Huldigungen entgegennehmen. Die nicht genehmigte Sondernutzung hat die Stadt wegen Unbill durch Baustellen und Pandemie bis heute geduldet.

Was ist passiert? Nach RĂŒckkehr zur NormalitĂ€t werden die Prominenten - gleiches Recht fĂŒr alle – vom Ordnungsamt behandelt wie jeder Pommesbudenbetreiber, der seinen stummen Marktschreier auf die Straße stellen will: beantragen, prĂŒfen; wenn genehmigt, bezahlen.

Das Netz glĂŒht ob des Superlativs, dass das Dackelmuseum mutmaßlich das einzige seiner Art auf dem Planeten ist. In Passau wird der Fall zum Politikum. Der Stadtrat wird entscheiden mĂŒssen um die Frage, ob nach „zweierlei Maß“ gemessen werden darf oder soll. 

Populistische AfD-Vertreter und bestimmte in der Vergangenheit vom OB GekrĂ€nkte, einzelne CSU- und ÖDP-Mitglieder, nehmen das Dackelmuseumsdrama zum Anlass, dem Rathauschef "Sturheit" oder "Hoheitsdenken" vorzuwerfen.

Die Dackelpromis, ein MĂ€nnerehepaar, spielen geschickt Drama-Queen: Sie heizen die Stimmung im Netz mit einer Petition an und drohen, mit ihrem Museum in eine andere Stadt umzuziehen.

hud