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Tragische Deltawelle

Passau: Fünf weitere Corona-Tote, darunter zweijähriger Bub

Mit rund 6.000 Toten geht der Monat November in die deutsche Corona-Statistik ein. Noch sind nicht alle Sterbefälle erfasst, denn die überlasteten Gesundheitsämter melden nach: Fünf Tote sind beispielsweise in der Stadt Passau nachzutragen.

Das tragische Ausmaß dieses Novembers in der Deltawelle entspricht etwa den schlimmsten Monaten der dritten Seuchenwelle, März und April.

In der Stadt Passau kam es zu einem traurigen Einzelfall: Ein zweijähriges Kind, vermutlich schwer vorbelastet, gehört zu den fünf Nachmeldungen; alle anderen Todesfälle betreffen die ältere Generation. In der Summe sind damit 133 Passauerinnen und Passauer seit Beginn der Pandemie verstorben.

Bub starb "mit Corona" im Kinderklinikum
"Das zweijährige Kind ist mit Corona verstorben", sagt der Ärztliche Direktor der Kinderklinik, Professor Matthias Keller. Samstagnacht sei es zu dem dramatischen Fall gekommen. Medizinischen Details möchte er nicht nennen, auch zu den Vorerkrankungen keine Angaben. Es ist der erste Todesfall eines Kindes im Stadtgebiet, der in die Corona-Statistik eingeht. Es handelt sich um einen Buben.

Auf Kinder würde sich Corona anders auswirken als bei Erwachsenen, die Symptomatik sei "eher breit", erklärt Keller auf Nachfrage. "Sie werden häufiger infiziert, aber weniger schwer krank", sagt er. In letzter Zeit seien mehrere Kinder wegen einer Corona-Infektion stationär eingeliefert worden. Es beträfe in der Regel Kleinkinder und Säuglinge, letztere angesteckt durch Erwachsene. Sie zeigten oftmals hohes Fieber, auch Durchfall sei typisch. "Deshalb sei der beste Schutz für Kinder die Impfung der Erwachsenen", betont er. Alle, die mit Kindern zu tun haben, sollten geimpft sein, das sei ihm "absolut wichtig". Bei schwer chronisch kranken und beeinträchtigten Kindern könne es schwere Verläufe geben. "Daher ist es wertvoll, dass wir Kinderimpstoff kriegen", sagt er. Bei gesunden Kindern möchte er die Empfehlung der "Ständigen Impfkommision" abwarten. Dass beispielsweise die Studie der Europäischen Arzneimittelbehörde zum Biontech-Impfstoff nur 2.000 Kindern umfasse, das halte er für zu wenig. "Wir wollen schützen und nicht schädigen, hier muss die richtige Balance gefunden werden", sagt er und erwähnt "Moderna", der beispielsweise für unter 30-Jährige jetzt nicht empfohlen sei. Grundsätzlich halte er den Kinderimpfstoff nicht für gefährlich.

Heute haben am Passauer Kinderklinikum die ersten Impfsprechstunden begonnen."Die ersten Anmeldungen sind da, ich sehe die Not der Eltern", sagt Professor Keller.

hud

 
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