Sonntag, 18. April 2021
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Corona-Telegramm

Söder sucht vier Musterstädte für Tübinger Modell

„Die Lage ist ernst und sie wird immer ernster werden“, sagt bei der Pressekonferenz mittags Ministerpräsident Markus Söder. Es helfe nicht ständig „Jammern und Wehklagen.“ Auch er würde lieber jetzt an Ostern wegfahren, nach Italien, an den Gardasee, an den Strand. „Aber es macht keinen Sinn.“

Er wünscht sich, dass die Konferenzen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten im Sinne der Transparenz öffentlich übertragen werden.

Das RKI hat den Politikerinnen und Politikern vorgerechnet: Ohne Maßnahmen würden wir nach Ostern möglicherweise national bei einem Inzidenzwert von über 300 liegen, mit geschätzt 40.000 neuifektionen am Tag.

Ungeduld und Ermüdung stärkten die Pandemie, sagt Söder.

Bayern heute 110, Platz 6 in Deutschland. Seit Mitte Februar eine Zunahme von 85 Prozent. Sechs Wochen ging es abwärts, seit vier Wochen nach oben.

Es wird bis zu den Osterferien keine weiteren Öffnungen geben. Je niedriger die Inzidenz, desto wirkungsvoller seien die Impfungen, erkärt Söder.

Neuinfektionen: die über 80-Jährigen auf sehr niedrigem Niveau, bei den 15- bis 34-Jährigen „massiv ansteigend“. In den Krankenhäusern steigen zudem die Zahlen wieder leicht.

Osterlockdown: von Gründonnerstag bis Ostermontag. Nur am Karsamstag können Lebensmitteleinzelhandel und Supermärkte öffnen, aber in den letztgenannten dürfen keine anderen Sortimente als Lebensmittel verkauft werden. („Amazon freut sich!“, ruft an dieser Stelle jemand).

115 Schnelltesteinrichtungen will Bayern nach Ostern installieren. Denn ab 12. April werden die Tests eine neue Bedeutung gewinnen: Getestete erhalten mehr Möglichkeiten, Gastronomie und Kultur im Freien zu genießen, Zutritt zu bestimmten Angeboten.

Söder sagt, das „Tübinger Modell“ werde ab 12. April für drei bis vier Musterstädte, die knapp unter der 100 liegen, mit Test- und Impfmanagement für zwei Wochen erkundet. (An. d. Red.: die Grenzstadt Passau sollte sich bewerben, wir schaffen das.)

Unter 100: Einzelhandel generell offen mit Maske, Abstand und beschränkter Kundenzahl.

Über 100: „Click und meet“ erlaubt mit Test, Maske und mehr Abstand.

In Schulen wachse die Inzidenz am stärksten, sagt Söder.

Schulen bei Inzidenz ab 100: Testpflicht zweimal die Woche für Betreute und Betreuende, unter 100 freiwillig. Die Gurgeltest für Grundschüler sollen eingeführt werden.

„Mich bedrückt die laute Auseinandersetzung um Schule“, sagt Söder. Wir müssten in erster Linie im Interesse der Schülerinnen und Schüler denken, die „Jugend nicht ständig schlecht reden“. Dabei erwähnte er kritisch das Impfultimatum des Lehrerverbandes.

 
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