Donnerstag, 25. Februar 2021
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Bayern >> Sonntag, 24. Januar 21

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FFP2-Masken, Stadt Passau. Laut CE-Zeichen in Irland lizenziert, gibt´s im Großhandel als Massenware für 55 Cent das Stück. (Foto: mediendenk)
Seuchenschutz

Wissenswertes zur FFP2-Maske im Briefkasten

Aus gegebenem Anlass: Kommunen und Freistaat versenden derzeit FFP2-Masken im Zweier- oder FĂŒnferpack an GefĂ€hrdete und BedĂŒrftige. Seuchenschutz, der zur Pflicht wird, darf kein GeschĂ€ftsmodell werden, haben die Verantwortlichen erkannt.

Dass die FFP2-Masken ausgerechnet aus China kommen, in dem Land, wo mutmaßlich die Corona-Pandemie vor genau einem Jahr ihren Ursprung nahm, sollte weder irritieren noch verĂ€rgern. Wie so viele Produkte des tĂ€glichen und besonderen Bedarfs, werden auch diese in China hergestellt. Dass die Mundnasenschutzbedeckungen dort in Massenproduktion hergestellt werden, wo sie am meisten gefragt sind, versteht sich von selbst. Asiaten benutzten die Masken schon lange vor der Pandemie, um ihre Lungen und Atemwege in den Metropolen vor Smog zu schĂŒtzen, sie filtern Abgas und Feinstaub. Bei uns gehörten diese Masken bisher eher zum Spezialbedarf fĂŒr Handwerker und Landwirte, zum Arbeitsschutz. Sie verhindern, dass der SĂ€gende, FrĂ€sende oder DĂŒngende schĂ€dliche Partikel einatmet. Stichwort: Staublunge.     

Atemschutz im Alltag
Wer frĂŒher solche Maske auf der Straße getragen hĂ€tte, wĂ€re schrĂ€g angesehen worden. Die Seuche macht sie zur SelbstverstĂ€ndlichkeit, zum neuen Alltag im Straßenbild. Es ist bereits umgekehrt geworden: Wer ohne geht, fĂ€ngt sich vielleicht böse Blicke ein. Den grundlegenden Effekt, wie die Maske tatsĂ€chlich Partikel filtert, können Sie bei dichtem Autoverkehr, an der ZapfsĂ€ule oder am Auspuff ihres Verbrenners testen. Benzin- und DieseldĂ€mpfe, jegliche Abgase sind weniger wahrnehmbar, denn die Maske schĂŒtzt auch vor diesen Aerosolen; vor Feinstaub sowieso. 

CE-Zeichen beachten!
Ob die FFP2-Maske die europĂ€ische Schutznorm erfĂŒllt, zertifiziert ist, erkennen sie am CE-Zeichen gefolgt von einer vierstelligen Nummer. Die Nummer verrĂ€t, welches europĂ€ische Labor dieses Produkt getestet hat. Dass es gefĂ€lschte Aufdrucke gibt, lĂ€sst sich wohl nicht vermeiden. Die letzte Sicherheit wĂŒrde bringen, sich beim laut CE-Nummer zustĂ€ndigen Institut zu erkundigen. Hier ein Überblick.

Was sie kosten darf
Die FFP2-Maske gibt es buchstĂ€blich zum Apothekerpreis, 6 Euro oder mehr das StĂŒck, bei ausgeschĂ€mten Apothekern. Faire HĂ€ndler, die sie zu Großhandelspreisen einkaufen, bieten sie fĂŒr einen Euro an, zu denselben Konditionen wie manche Discounter. Aber Achtung, natĂŒrlich gibt es QualitĂ€tsunterschiede, die sich im Preis auswirken: Verarbeitung des Materials, Art des Filterstoffes, Umsetzung des NasenbĂŒgels, Reißfestigkeit und Tragekomfort der BĂ€nder. Selbst hochwertige dĂŒrften fĂŒr den Endkunden nicht mehr als zwei Euro kosten.

Gut sitzen soll sie
Es Ă€hnlich wie bei Socken. Es gibt kratzige und angenehme, welche die schnell schlecht riechen und andere, die Schweiß und Geruch absorbieren, welche, die zu eng sitzen und einschnĂŒren und andere, die zu weit geformt sind und rutschen. Letzteres, die Passgenauigkeit, sollte bei der Wahl der Maske ein ausschlagendes Kriterium sein. Sie schĂŒtzt den TrĂ€ger und sein GegenĂŒber umso wirkungsvoller, je bĂŒndiger sie anliegt, je passgenauer sie seine Gesichtsform unterstĂŒtzt. Wenn Sie einmal die richtige gefunden haben, bleiben sie dabei.

Mehr als acht Stunden, in der Summe, nicht am StĂŒck, sollte eine FFP2-Maske nicht getragen werden. Je mehr Feuchtigkeit sie aufnimmt, desto schneller ist ihre Wirkung dahin.   

 
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