Dienstag, 19. Januar 2021
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Bayern >> Sonntag, 10. Januar 21

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60 Impfdosen forderte die Kinderklinik an: Kurierfahrerin Helena Suhl vom IMS-Rettungsdienst übergibt Elisabeth Fischer-Ging die Kühlbox; deren Kollegin Carmen Freudenstein hat die Spritzen aufgezogen. (PR-Foto: Stadt Passau)
Corona-Lage in Stadt und Land

Morgen geht bundesweites Impfportal online

Ob wir uns impfen lassen wollen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Was wir vom Impfstoff lesen und hören, wem wir vertrauen, wie wir selbst zur Medizin stehen.

Die Generation 80plus außerhalb der Altenheime ist an der Reihe. Ab morgen kann sich jeder und jede Impfwillige in einem bundesweiten Online-Portal eintragen. Es ist an derselben Stelle zu finden, wie bisher die Kommunen ihre eigenen Registrierungsformulare veröffentlicht haben. In Passau beispielsweise hier.

Wichtig: Wer sich schon registriert hat, in Passau waren das bisher rund 1.500 der Betagten 80plus, braucht die Prozedur nicht zu wiederholen. Die Einträge, so eine Pressemitteilung vom Freitag, werden automatisch in die neue Warteliste übernommen.

Es könnte März werden, bis all diese bevorrechtigten Betagten ihre Impfung erhalten haben. Denn an diesem Wochenende war das medizinische Personal an der Reihe, das an der Corona-Front arbeitet. Mit der nächsten Charge sind die Altenheime wieder an der Reihe, in denen im Landkreis teiweile noch die erste, im Stadtgebiet die zweite Impfung fällig wird. Nach zwei Impfungen im Abstand von zwei Wochen ist der Corona-Schutz abgeschlossen.

Wie schaut´s mit der Impfwilligkeit aus?

  • In den Passauer Altenheimen, etwa 900 Bewohner und eine uns nicht bekannte Zahl von Beschäftigten, haben sich knapp 700 Menschen impfen lassen.
     
  • Das Pflegepersonal zeigt weniger Impfbereitschaft (stellenweise uner 50 Prozent) als das medizinische Personal, das die Schrecken der Krankheit täglich vor Augen hat.
     
  • 1.500 der betagten Stadtbewohner haben sich, wie oben erwähnt, in den ersten zehn Tagen bereits zur Impfung angemeldet. Von ihnen sind 346 an den ersten Neujahrstagen im Kohlbrucker Impfzentrum geimpft worden. Etwa 1.000 Betagte zögern noch, sich in die Warteliste einzutragen.

„Wir müssen die Altenheime besser schützen!“, wie manche ständig ermahnen, ist passend zur Jahreszeit gesprochen „Schnee von gestern.“ Die Impfwilligen sind mit den nächsten Chargen geschützt und die Neuinfektionen, die aktuellen Ansteckenden und Erkrankten, stehen zum Großteil in keinem Zusammenhang mehr mit den Altenheimen. Zudem: Von den rund 1.000 Passauer und 2.250 Passauerinnen, die 80 Jahre oder älter sind, leben also mehr als 80 Prozent im eigenen Haushalt oder in Familien.

Die Meldungen der Kommunen von diesem Sonntag lassen uns nicht aufatmen.

  • Im Stadtgebiet sind 342 Menschen krank oder ansteckend, darunter 62 im Zusammenhang mit Altenheimen. Die Inzidenz liegt bei weit ĂĽber 300. Positiv getestet worden sind seit Freitag 75 Stadtbewohner.
     
  • Aus dem Landkreis Passau werden drei neue Todesfälle, ein 69-jähriger Mann und zwei Frauen, 84 und 90, gemeldet. Die Zahl der Ansteckenden und Erkrankten hat mit 1.236 erneut ein hohes Level erreicht; 145 Neuinfektionen sind seit Freitag registriert worden.

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Im Salzweger Impfzentrum impft Dr. Daniel Marold seinen Kollegen Dr. RĂĽdiger Krallinger vom FĂĽrstenzeller Dialysezentrum; Landrat Raimund Kneidinger schaut sich das an. (PR-Foto: LRA)
Zur Impfung: Fast 2.250 LandkreisbĂĽrger haben bisher die Erstimpfung erhalten. Am Wochenende war wie in Passau das medizinische Personal an der Reihe, 450 Impfungen ingsesamt. In rund zwei Drittel der Pflegeeinrichtungen sind die Erstimpfungen abgeschlossen.

 

 
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