Dienstag, 24. November 2020
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Ingo Zahlheimer: Der preisgekrönte Naturfotograf widmet seinen ersten Bildband der Schönheit Niederbayerns.
Naturfotograf Zahlheimer

Niederbayern wie aus dem Bilderbuch

Es ist einer dieser Zufälle gewesen, die dieses Magazin bereicherten. Sein älterer Bruder hatte bei einem Bürgerblick-Gewinnspiel Konzertkarten gewonnen. Weil er keine Zeit hatte, sie abzuholen, kam Ingo Zahlheimer vorbei. Die Antwort auf die beiläufige Frage, in welche Kunstrichtung sein Interesse gehe, rief sofort die Neugierde der Redaktion hervor: Naturfotografie!

Der damals 19-Jährige erzählte, wie er sich für das Foto einer bestimmten Eule nächtelang auf die Lauer gelegt hatte und dass eine Fledermausexpertin zu seinen besten Freundinnen zählt. Später lernten wir, welch technischer Vorrichtungen es bedarf, Schmetterlinge im Flug zu fotografieren oder wie Makroaufnahmen im Zeitraffer sichtbar machen, wenn die aufgehende Wintersonne Raureifkristalle an vertrockneten Grashalmen zu Wasserperlen verwandelt und sie verdunsten lässt.

Das Buch „Jäger des Lichts – Abenteuer Naturfotografie“ ist Zahlheimers Lieblingslektüre geworden. Er findet sich wieder in den Beschreibungen, wie Fotokünstler seiner Art mit Eile und mit Geduld agieren und wie sie warten müssen auf den einen Moment, auf das Zusammenspiel von Motiv und Licht, hoffend, im nächsten Augenblick am richtigen Ort zu sein, die beste Perspektive erhaschend.

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Rotbuchen: Blick in die Baumkronen des Neuburger Waldes.
Das erlöschende oder aufflammende Tageslicht bestimmt den Rhythmus dieser Outdoor-Künstler. Tierbeobachtungen nötigen ihnen ab, stundenlang beherrscht und konzentriert zu bleiben. Sonne, Mond und Wolken sind für sie die Scheinwerfer und Reflektoren – mit dem Unterschied, dass sie ihre Instrumente nicht wie der Studiofotograf nach Bedarf anknipsen oder ausrichten können.

Ingo Zahlheimer hat sein erstes eigenes Buch herausgegeben: „Naturschönheiten Niederbayerns." Zwei Jahre lang hat er daran gearbeitet, hat zu verschiedenen Jahreszeiten Landschaften besucht, von der Isarmündung bis zu den Innauen, von der Weltenburger Enge bis zu den Tiefen des Bayerischen Waldes.

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Helm-Knabenkraut: Diese Orchideenart gedeiht auf kargen Wiesen.
Seine Buchveröffentlichung „Naturschönheiten Niederbayerns“ hat der 23-Jährige mit einer Auftaktveranstaltung in der Redoute begangen. Dort ist sein Fotografieprojekt in einer Multimediashow vorgestellt worden. Mitwirkender ist ein langjähriger Schulfreund Zahlheimers, der sich in anderer Kunst hervortut: der preisgekrönte Pianist Maxi Lindinger. Er komponierte die Musik, hat den Weg zur Filmmusik eingeschlagen.

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Getreidefeld in der Morgensonne.
Zahlheimers Vater Willy, ein Botaniker und ehemaliger Naturschutzreferent der Regierung, lieferte die wissenschaftliche Grundlage für die Texte. Flora und Fauna erscheinen dort weitgehend intakt oder gedeihen, wo der Mensch sich zurückgezogen hat, in den Nationalparks, oder dort, wo die Pflege wieder den Weidetieren, den Schafen und den Kühen überlassen wird. Ingo Zahlheimer gehört seit vier Jahren zum Team der freien Bürgerblick- Fotografen. Seine Bilderstrecken begeistern die Betrachter.

Gefördert wurde das Buchprojekt durch die Stiftung „Bayerischer Naturschutzfonds“, begleitet wird es von einer Reihe von Ausstellungen.

Erschienen im September 2019 im Heft Nr. 138

 
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