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Technik >> Freitag, 09. November 07

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Web 2.0 - über Nutzen und Risiken referierte Andreas Polster, IT-Experte der Staatsregierung und zuständig für "E-Government 2.0".
Datenschutz

IT-Experte der Bundesregierung warnt vor XING

IT-Fachleute des Bundesinnenministerium sind wenig begeistert von XING, einem der größten Tummelplätze im Internet für berufliche Kontakte. Sie erkennen Mängel beim Daten- und Persönlichkeitsschutz.

Andreas Polster, Referent im IT-Stab des Bundesinnenministerium und Wächter über das Portal www.bund.de, meldete sich zum Test bei XING (ehemals openBC) an. „Ich fand nirgendwo einen Hinweis, wie ich meine Daten wieder löschen kann, auch nicht in den Geschäftsbedingungen“, kritisiert er beim Symposium in Passau zum Mitmachweb (Thema: Web 2.0 – ein Geschäftsmodell für die öffentliche Hand). „Jetzt bin ich auf Lebenszeit mit XING verheiratet. Aber ich glaube ich nicht, dass ich das will“, sagte er.

Erstaunt habe ihn, wie viele Kollegen aus dem öffentlichen Dienst sich hier tummeln. Sie tauschten sich auf diesem privatdienstlichen Wege aus. Er habe es auch probiert. „Ich wüsste allerdings selbst nicht, ob ich das darf oder nicht“, meinte Polster.

Wie und ob Beamte private Meinungs- und Kontaktbörsen für Dienstzwecke im Internet nutzen können, sind bislang ungeklärte Fragen im Verwaltungsrecht.

Polster vermisst im Netz einen Verwaltungsführer als Standardwerk, das nach dem Muster des Online-Nachlagewerkes Wikipedia bei allen Fragen zu Behörden, Sachthemen und Zuständigkeiten ans Ziel führt.

Sein Ratschlag, für alle, die sich im Internet in Meinungsforen anmelden oder Gemeinschaften beitreten: „Nur das Nötigste bekannt geben, nicht alles was möglich ist“.

Eine „Riesenbedrohung“ sieht er in allen aktiven Inhalten (Ajaxxml, Active X, Widgets und Gadgets) und bezeichnete sie als „potenzielle Schadprogramme“, die nicht angewendet werden sollten. Leider sei das „öffentliche Bewusstsein“ für diese Risiken nicht vorhanden.

 
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