Montag, 05. Dezember 2022
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Jobst Plog: NDR-Intendant, Jurist und Dozent an der Uni Rostock. F.: NDR
R├╝ge an Journalisten

NRD-Intendant ruft zur├╝ck zur Recherche

NDR-Intendant Professor Jobst Plog  hat bei einer Konferenz beim NDR in Hamburg zu einer R├╝ckbesinnung auf journalistische Werte aufgerufen. "Die Medien haben in der Vergangenheit zu Recht manchen Trends nachgegeben - Trends, die wir nun wieder bewusst hinterfragen sollten".

Plog trat daf├╝r ein, dass sich die Medien - auch der ├Âffentlich-rechtliche Rundfunk - der Tendenz einer permanenten Beschleunigung, dem verbreiteten Hunger nach der 'Weiterdrehe' entziehen. Zu h├Ąufig seien Skandalisierung und Personalisierung von Nachrichten die wichtigste Triebfeder der Berichterstattung.

Als Beispiels nannte der Indentdant:: "Alle Zeitungen, aber auch die elektronischen Medien, haben eine Diskussion um Sterbehilfe ├╝ber Wochen angefeuert - der Fall Terry Shiavo. Aus welchem Grund? Der Fall dieser Frau wurde von Interessengruppen in den USA instrumentalisiert. Die Bilder ihres Leidens waren entw├╝rdigend. F├╝r die Debatte um Sterbehilfe jedoch gab es nicht wirklich einen neuen Anlass."

Statt Trends hinterherzulaufen, sollten Journalisten wieder mehr Vertrauen in eigene Geschichten entwickeln. Dies m├╝sse zwingend mit einer Aufwertung der journalistischen Recherche einhergehen.

Im Mittelpunkt der Konferenz "Netzwerk Recherche" auf dem Gel├Ąnde des NDR Fernsehens in Hamburg-Lokstedt stand das Thema

Der NDR war Gastgeber des  Netzwerk-Jahrestreffens unter dem Thema "Fakten gegen Fiktionen - Journalismus braucht Recherche". In zahlreichen Foren, Workshops und Gespr├Ąchsrunden diskutiertn rund 500 Teilnehmer aus Medien und Politik.