Sonntag, 22. Mai 2022
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Gen-Milch-Protest

Wie M├╝ller-Milch die Marke Weihenstephan missbraucht

Mit der blauen bayerische Nobelmarke ÔÇ×WeihenstephanÔÇť verbinden viele Verbraucher Qualit├Ąt und hohes Niveau. Manche wissen nicht, dass ÔÇ×WeihenstephanÔÇť l├Ąngst von ÔÇ×M├╝ller MilchÔÇť geschluckt wurde, noch weniger, dass in diesen Packungen Milch von mit Gen-Pflanzen gef├╝tterten K├╝hen abgef├╝llt wird. Ein guter Grund f├╝r Greenpeace, zu demonstrieren.

Acht Greenpeace-Senioren r├Ąumten heute in Freising alle Produkte der blauen Theo M├╝ller-Premium-Marke aus den Regalen, von der Gen-Milch bis zum Gen-Joghurt; sie wollen die Produkte zum Produktionsstandort nach Weihenstephan bringen und eine gentechnikfreie F├╝tterung der Milchk├╝he fordern.

"Aufgrund der ablehnenden Verbrauchermeinung gibt es in den Superm├Ąrkten l├Ąngst keine Produkte mehr, die als Gen-Food gekennzeichnet werden m├╝ssen. Dennoch gelangen gro├če Mengen Gen-Pflanzen nach Deutschland und werden als Tierfutter verwendetÔÇť, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace.

Mit dem alten Weihenstephan-Image t├Ąuscht der M├╝ller-Milch-Chef, der das angesehene Staatliche Unternehmen 2000 ├╝bernahm, die Verbraucher. In TV-Spots l├Ąsst er die "Alpenmilch"-K├╝he auf idyllischen Bergwiesen grasen. "Geniesse mit jedem Schluck ... die herrliche Natur der Alpen und ihre urspr├╝ngliche Kraft". Es wird der Eindruck vermittelt, die Milchproduktion finde fernab der industriellen Massentierhaltung statt.

Laut einer aktuellen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag von Greenpeace wollen 68 Prozent der Verbraucher jedoch keine Milchprodukte von K├╝hen, die Gen-Pflanzen zu fressen bekommen.

Solange Gen-Pflanzen anonym ├╝ber die Futtermittel entsorgt werden k├Ânnen, ist der Anbau genmanipulierter Pflanzen nicht aufzuhalten.