Freitag, 06. Dezember 2019
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Das aktuelle Magazin befasst sich mit dem Erpressungskrimi in der Passauer Gastroszene.
Erpressungsfall mit GeldĂŒbergabe

Spannende Wende im Gastro-Krimi

In einem dubiosen Erpressungsfall in der Passauer Gastroszene (Titelstory im aktuellen BĂŒrgerblick) zieht sich die Schlinge um einen ehemaligen KellerklubtĂŒrsteher und dessen potentiellen GeschĂ€ftspartner, einen StraßencafĂ©-Gastgeber, offenbar zu.

In einem Gratisblatt hat der Ex-TĂŒrsteher behauptet, die GeldĂŒbergabe an der HĂ€ngebrĂŒcke sei eine „Inszenierung“ des Erpressten, der Sohn einer Hausbesitzerin, gewesen. Als der Koffer mit 70.000 Euro ausgehĂ€ndigt werden sollte, hatte die vorab eingeschaltete Kripo zugegriffen. Der Ex-TĂŒrsteher, der KofferempfĂ€nger, und der StraßencafĂ©-Gastgeber, mit dem er einen Klub eröffnen wollte, sind kurzfristig festgenommen worden. Gegen beide laufen Ermittlungen wegen Verdachts der rĂ€uberischen Erpressung.

Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft sind offenbar davon ĂŒberzeugt, dass es sich um eine ernsthafte Erpressung handelt. Diese Sichtweise erhĂ€rtet eine juristische Entscheidung, welche aktuell gefallen ist: Ein Ermittlungsverfahren, das der Hausbesitzersohn am Hals hatte, ist eingestellt worden. Im September hatte er den StraßencafĂ©-Gastgeber in dessen GetrĂ€nkelager ĂŒberrascht und bedroht, ja möglicherweise geschubst. Dazu muss man wissen, dass diese Auseinandersetzungen im Gastrokrimi eine wichtige Rolle spielt, diese der SchlĂŒssel zur Erpressung sein könnte. Denn der bedrohte Gastromann soll den Hausbesitzersohn nach diesem Vorfall unter Druck gesetzt haben, er könnte ihn mit einer Strafanzeige ins GefĂ€ngnis bringen. Er wusste, dass der Angreifer offene BewĂ€hrungsstrafen hat.

Das Strafgesetzbuch gibt dem Staatsanwalt die Möglichkeit von der Verfolgung einer Straftat abzusehen, in diesem Fall der Bedrohung im GetrĂ€nkelager, wenn diese Straftat fĂŒr eine Nötigung oder Erpressung missbraucht wird. Der entsprechende Paragraph des Strafgesetzbuches lautet: „Ist eine Nötigung oder Erpressung durch die Drohung begangen worden, eine Straftat zu offenbaren, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung der Tat, deren Offenbarung angedroht worden ist, absehen, wenn nicht wegen der Schwere der Tat eine SĂŒhne unerlĂ€sslich ist.“

 
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