Donnerstag, 20. Juni 2019
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Bayern >> Dienstag, 04. Juni 19

Kreuzschifffahrt ohne Obergrenze

"Den Opfern der Donau"

Das KreuzfahrtgeschĂ€ft boomt. Zehn Prozent ZuwĂ€chse pro Jahr. Überlastetes oder schlecht ausgebildetes Personal. Das Unfallrisiko steigt. Obergrenze? Nicht in Sicht.

Der Donaukreuzer MS Viking Sigyn, der in Budapest mutmaßlich 28 Menschen den Tod brachte, ist in seinem Zielhafen Passau zurĂŒckgekehrt.

Video.

Abseits der Altstadt hatte die MS Viking Sigyn außerplanmĂ€ĂŸig auf dem staatlichen HafengelĂ€nde in der Racklau angelegt, das ein Reiseunternehmen gepachtet hat. Abgesperrt mit hohen ZĂ€unen, bewacht von Schwarzen Sheriffs. Es sei der Wunsch nach "gefĂŒhlter Sicherheit" und der "Schutz vor Terroristen" begrĂŒndet der Hafenbetreiber die Maßnahmen.

Doch das tatsĂ€chliche Risiko liegt ganz woanders, an Bord selbst: ausgebeutetes, gestresstes, hĂ€ufig wechselndes Personal, Hungerlöhne; die Schiffe immer grĂ¶ĂŸer und immer mehr belastet im belebten Verkehr auf dem Wasser die SchiffskapitĂ€ne; Spitzenpersonal, das immer schwieriger zu bekommen ist.

SchĂ€tzungsweise 250 Kreuzfahrtschiffe, davon knapp 200 mit Zielhafen Passau, verkehren mittlerweile auf der Donau. Vor den Schleusen stehen die Dieselschlucker Schlange und verpesten die Luft. "Wie dieser wachsende   Schiffsverkehr der Pflanzen- und Tierwelt schadet, das interessiert keinen", klagt ein Fischer. Denn was unter Wasser geschieht, sehe man nicht.

Seit der nÀchtlichen Havarie des Donaukreuzers mit einem kleinen Ausflugsschiff in Budapest werden 28 Menschen vermisst. 7 tot geborgen, 7 gerettet. Gestern wurde ein Leiche 100 Kilometer flussabwÀrts angeschwemmt.

 

    

 
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