Passau – Funktionäre der Fußballvereine bekamen heute ein Schreiben der Heimatzeitung: Die PNP will nach dem Vorbild des Fürstensteiner Klickkönigs Michael Wagner (20) ein Internetportal für den lokalen Fußball aufbauen. Der junge Macher und sein Team sehen den Angriff gelassen.
„Der letzte, verzweifelte Versuch einer alten Institution noch den Sprung ins Web 2.0 zu schaffen“, schreiben ihre Fans.
Mit seinem bislang einmaligen Internetauftritt FuPa hat Michael Wagner, ein eingefleischter Fußballfan und Fachinformatiker, in den letzten Wochen deutschlandweit Beachtung in den Medien gefunden. Auf seiner Plattform tummelt sich die gesamte lokale Fußballwelt bis hinunter zum kleinsten Dorfverein. Alle Spielberichte, alle Mannschaften, alle Ergebnisse, alle Fouls – ein gigantischer Fundus für die beliebteste Sportart.
Die PNP war mit ihrem Coup gescheitert, sein Projekt zu übernehmen. Der damals 16-jährige Schüler hatte sich standhaft geweigert, die Mehrheitsbeteiligung seiner Firma abzutreten. Im Gegenteil: Er gibt nun zusätzlich ein gedrucktes Magazin heraus, „Querpass“.
„Wer will sich jetzt schon doppelt darum bemühen, Berichte, Torschützen und Fotos zu übermitteln und verfassen“, sehen Fußball-Funktionäre den Erfolg des konkurrierenden PNP-Projekts skeptisch. Warum sollte man wechseln, wenn man sich beim Wagner Michi bestens bedient fühle?
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