Mittwoch, 08. Dezember 2021
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Bayern >> Samstag, 20. November 21

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Die Kartons sind ausgepackt, aber die Ware kann nicht an die Kundschaft: Passauer Christkindlmarkt wegen Corona abgesagt. (Foto: mediendenk)
Ist diese Welle noch vor Weihnachten zu brechen?

Passau-Nachbargemeinde Schärding: Corona-Inzidenz auf 2.500

Es sieht alles danach aus, dass wir in dieser vierten Welle unsere Versorgung der Schwererkrankten und Notfallpatienten an die Wand fahren. Und es sind weit und breit keine Nachbarn, die uns helfen könnten - im Gegenteil.

Das Virus kann sich nahezu ungehindert ausbreiten, weil Schnelltests und Impfungen ein Schutz mit Schwächen und Begegnungen in geschlossenen Räumen oder ohne Abstand im Freien Alltag sind.

In dieser Woche gehen in Deutschland 1.370 Menschen als Todesopfer in die Seuchenstatistik ein.

Passau ist umgeben von zwei Hochinzidenzgebieten: der Landkreis Passau mit einer aktuellen Inzidenz von 1.156 und der Bezirk Schärding, der mit 2.500 den höchsten Wert der Alpenrepublik aufweist. Im Gegensatz zur zweiten Welle sind trotz dieser akuten Lage die Grenzen offen. Weil es keine räumlichen Bewegungssperren gibt, befürchten die Passauer, dass ihr Stadtgebiet zum „Treffpunkt der Freiheit“ für die Bewohner aus den akuten Seuchengebieten wird. Dass die von Menschen brodelnde Stadt bald selbst die 1.000er Marke erreicht und als Schlupfloch nicht mehr dienen könnte, wird jedoch von Tag zu Tag wahrscheinlicher.

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GlĂĽhwein im Fackelschein. "No Limits" wirbt das Gastroplakat. Es kommt wieder die Sperrstunde ab 22 Uhr. (Foto: mediendenk)
Schauen wir uns die Entwicklungen der Corona-Lage anhand der Inzidenzwerte an. Der Landkreis Passau von 914 am letzten Samstag gestiegen auf 1.007 gestern und 1.156 heute; die Stadt Passau von 550 letzte Woche auf 578 gestern und heute 687. Es muss berücksichtigt werden, dass diese Inzidenzen nur die Zahlen der registrierten Virusträger wiedergeben. Die Virologen gehen davon aus, dass die Verbreitung in der Bevölkerung zwei- bis dreimal so hoch liegt.

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Die Betreiber der Tanzwirtschaften können an diesem Kochende vorerst das letzte Mal ihre Türen öffnen. 2Gplus lautet oft die Regel. Dann darf ohne Maske gefeiert werden. (Foto: mediendenk)
Das Versagen der Gesellschaft: die niedrige Impfquote und die sorglose Rückkehr zum Alltag. Das Versagen der Politik: die falschen Signale gesetzt und zu spät gehandelt. Dafür büßen müssen vor allem die Leidtragenden der Notbremse: die Händler der geschlossenen Märkte, die Betreiber der bald geschlossenen Bars und Diskotheken. An diesem Wochenende, da die Tanzwirtschaften noch offen sind, zeigt sich, wie verschiedenen die Charaktere der Menschen sind. Die einen feiern ein letztes Mal auf „Teufel komm raus“, die anderen halten sich zurück.

Die Wissenschaftler hatten stets gewarnt, dass das Deltavirus um ein Vielfaches ansteckender und gefährlicher ist. Sie beschrieben das Szenario, das eintreten wird, wenn keine hohe Impfquote erreicht wird. Es kam wie vorhergesagt. 

 
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