Mittwoch, 16. Juni 2021
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Elon Musk im Gespräch mit Andreas Scheuer. Letzterer stellte dieses Motiv am Montag auf Facebook.
Verkehrsminister-Versprechen

Mit Vollgas zur Elektromobilität

Der Verkehrsminister und Passauer Stadtrat Andreas Scheuer hat soeben auf Twitter ein Versprechen abgelegt: Schnellladesäulen alle 30 Kilometer auf den Bundesfernstraßen. Er beruft sich auf das Schnellladegesetz, das vom Bundestag beschlossen worden ist.

Wir haben nachgerechnet. Dieses Straßennetz misst gut 38.000 Kilometer. Es braucht also rund 1.300 Ladesäulen. Es bleiben 30 Monate Zeit, um dieses Ziel wie versprochen bis Ende 2023 zu erreichen. Beginnen wir diesen Juni, sind dies zehn Ladesäulen je Woche.

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Heute Nachmittag hat der Verkehrsminister auf Twitter das Ergebnis des Schnellladegesetzes bekannt gegeben.
"Nur mit nutzerfreundlicher Ladeinfrakstruktur werden die Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen", l√§sst sich Scheuer von seinem Ministerium zitieren. Der Autor erg√§nzt: Es w√ľrde noch besser vorangehen, wenn die Menschen erkannten, dass es selbst f√ľr den Geldbeutel g√ľnstiger ist. Strom wird im Gegensatz zum Sprit nicht k√ľnstlich subventioniert. Gemessen an der Energieausbeute ist Elektrizit√§t doppelt so teuer. 

Die Ank√ľndigung des Verkehrsministers zeigt zudem: Elektromobilit√§t ist nicht mehr aufzuhalten. Aus gutem Grund. Sie ist bei aller Kritik in der Energiebilanz unschlagbar. W√ľrde der gesamte Verkehr von Erd√∂lprodukten auf Elektrizit√§t umgestellt, w√§re der Energiebedarf unserer Mobilit√§t um mehr als die H√§lfte gesenkt. Dies hat mit der Effizienz zu tun. Ein batteriebetriebener Wagen verliert im Vergleich zu allen anderen Antriebsarten am wenigsten Energie durch Reibung und W√§rme. Auch das sogenannte Wasserstoffauto, das genau genommen ein Elektroauto mit anderer Tankf√ľllung ist, kann diesem Antriebstyp nicht das Wasser reichen.

Am Montag hat Scheuer stolz ein Foto ins Netz gestellt. Es zeigt ihn im Gespräch mit Elon Musk. Er hat den Tesla-Inhaber an der Großbaustelle in Brandenburg getroffen. "Was hier entsteht, ist Zukunft", schrieb Scheuer unters Bild.

Mit intelligenter Technik ließen sich die Speicher der E-Autos sinnvoll einsetzen, die Stromspitzen von Wind und Sonne und den Überschuss des Nachtstromnetzes aufzufangen. Die Mentalität des sparsamen Deutschen könnte hier sinnvoll genutzt werden, dass die E-Autos zum richtigen Zeitpunkt laden.

In den St√§dten lassen E-Autos die Menschen aufatmen, weniger L√§rm, gesunde Luft. Aber zu einer konsequenten, klimaschonenden Verkehrswende f√ľhren sie nicht, nicht weg vom "1 Mensch f√§hrt 1 Auto". Sie verschwenden als Stehmobil ebenso viel √∂ffentlichen Raum wie die Verbrenner. Autos teilen, im "Carsharing", sind sie gut eingesetzt.

Die gr√∂√üte Herausforderung f√ľr Wissenschaft und Forschung wird die Entwicklung einer √Ėko-Batterie sein, die voll recyclebar ist. Die Menschheit hat bei der Impfstoffentwicklung gerade erfahren, zu welchen Leistungen die Genannten f√§hig sind, wenn sie unter Hochdruck stehen und gen√ľgend Mitteln vorhanden sind.

Diese Redaktion f√§hrt seit f√ľnf Jahren elektrisch und derzeit so g√ľnstig wie nie. Wir "tanken" teilweise ein Drittel so g√ľnstig wie ein Dieselfahrer und m√ľssen uns daf√ľr keinen Meter bewegen, um zur Zapfs√§ule zu gelangen.

Mehr dazu im Heft.

 
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