Montag, 20. September 2021
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Lokaljournalismus

Am Ende zÀhlt die Zuversicht

Wir sind ĂŒbern Berg.

Das letzte Heft dieses Jahres ist auf dem Markt. Ein Jahr liegt hinter uns, das wir mit keinem JahresrĂŒckblick wĂŒrdigen, weil es uns genug abverlangt hat. Der Blick nach vorne zĂ€hlt.

Wir umarmen im Geiste alle unsere treuen zahlenden Leserinnen und Leser, denn Sie haben uns tagtÀglich motiviert. Sie sind unser Notgroschen in der Krise und unsere Zuversicht, dass ehrlicher, unabhÀngiger Journalismus, auch wenn er unbequem und nicht immer nach jedermanns Geschmack ist, eine Zukunft hat.

Die Existenz gesichert haben uns zudem diejenigen, die sich mit bezahlten Seiten im Umfeld unseres Blattes prĂ€sentieren: Stammkunden, neue UnterstĂŒtzer und alte Freunde. Viele mussten abspringen, weil die Zeiten sind wie sie sind, andere kamen ĂŒberraschend dazu.

Was wir an Lesestoff in Heft Nr. 141 im Jahr unseres 15-jÀhrigen Bestehens liefern?

  • Die ErzĂ€hlungen eines Mannes, dem sich als achtjĂ€hriger Bub ins GedĂ€chtnis gebrannt hat, wie an den letzten Kriegstagen eine Kolonne von Elendsgestalten, Gefangene, durch die Innenstadt getrieben wurde. FĂŒr viele von ihnen sollte es der letzte Marsch werden und das StĂŒck Brot, das Frauen ihnen zusteckten, die Henkersmahlzeit dieser Unschuldigen. Ein StĂŒck ĂŒber "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" in unserer Heimat, die nie vergessen werden dĂŒrfen: „Letzter Auftrag erfĂŒllt.“ Sehen Sie exklusiv mit QR-Code im Heft dazu den Filmbeitrag "NS-Massenmord: Das Mahnmal am Waldesrand".
     
  • Wir lassen Menschen im Herbst ihres Lebens zu Wort kommen, die vor Augen haben, dass sie ihr Zuhause verlieren werden. Es ist die bittere Erkenntnis, dass Altenheime, selbst wenn sie von Kirchen und Stiftungen getragen werden, eben nicht auf Barmherzigkeit, sondern auf einem GeschĂ€ftsmodell ruhen. Sie werden aufgegeben, wenn sich Letzteres nicht mehr lohnt: „Kalt wie eine Hundeschnauze.“
     
  • Wie weit darf ein Arzt vom Weg abkommen? Die Geschichte eines Maskengegners, der schon vor vielen Jahren aus den vergifteten Brunnen des Netzes trank. Der Autor erinnert sich an frĂŒhere GesprĂ€che und hat die Praxis des alten Bekannten besucht: "Arztpraxis ohne Corona-Schutz."
     
  • Journalisten sind nicht nur NachrichtenĂŒberbringer und EnthĂŒller, sie sind auch die Chronisten der Gegenwart. Zum Nachlesen und zur Dokumentation fĂŒr die Zeit danach haben wir protokolliert, wie mit den ersten Novembertagen, von Wissenschaftlern prophezeit, aber, was menschlich ist, von vielen verdrĂ€ngt, die Seuche wieder in unser Leben trat. Sie finden darin Tabellen der Transparenz: Wann hat sich das Virus in welche Altersgruppe am heftigsten verbreitet? Auf 18 Seiten haben wir das alles zusammengetragen: „Die Wucht der zweiten Welle.“
     
  • Sie erinnern sich an den Oktobertitel ĂŒber Fotograf Rudolf Klaffenböck und GlaskĂŒnstler Horst Stauber, zwei Passauer Originale und ihr bevorstehender Rauswurf aus einem historischen KĂŒnstlerhaus? Wir haben beide fĂŒr ein GesprĂ€ch gewinnen können und einen Rundgang durch das geschichtstrĂ€chtige Altstadthaus erhalten. Sehen Sie exklusiv mit QR-Code im Heft den Filmbeitrag "Das Pauknerhaus und seine letzten KĂŒnster".
     
  • Das Wasserwirtschaftsam hat 2015 berechnet, welche Passauer Hochwasserschutzmaßnahmen im Vergleich entstandener Flutschaden 2013 zu Baukosten in einem vernĂŒnftigen VerhĂ€ltnis stehen. FĂŒnf Jahre spĂ€ter stellt sich heraus, dass keines der begonnenen oder bevorstehenden fĂŒnf Flutprojekte sich nach diesem Kriterium mehr rechnet, denn die tatsĂ€chlichen Baukosten sind auf das FĂŒnffache gestiegen: "Die MillionengrĂ€ber."

Außerdem:

  • Ist mein Lieblingsitaliener dabei? Ein umfassender Passauer GastrofĂŒhrer ĂŒber drei Dutzend Abhol- und Lieferdienste, ihre Konditionen und Öffnungszeiten.
  • Wir stellen vier BĂŒcher vor und blicken auf das Scharfrichterbeil, das in diesem Jahr verloren ging.
  • In der Musikkolumne hat Friedrich Brunner „Perlen der Heimat“, Geschenkideen, gesammelt.
  • Wir stellen ein neues Passauer Kirchenoberhaupt vor, das in der Pandemie etwas unsichtbar bleibt: Jochen Wilde, „Herr ĂŒber 38.000 SchĂ€fchen“

Wir wĂŒnschen uns, dass Sie sinnvolle Weihnachtsgeschenke kaufen, keinen Wegwerfkrempel, aber möglichst direkt oder online bei den lokalen HĂ€ndlern, denn die freuen sich.

Bleiben Sie gesund und geduldig, gönnen Sie sich selbst etwas Gutes und verlieren Sie nicht den Humor!

Ihr Hubert Jakob Denk und sein Team

 



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telefonisch sind wir am Mittwoch 9. Dezember ab 10 Uhr fĂŒr Sie da: 0851 93 46 649.

***

Wir wollen nach dem Marathon in der Krise, Magazin produziert und parallel aktuellen Online-Dienst gepflegt, uns in eine vorweihnachtliche NachrichtenquarantĂ€ne begeben, um KrĂ€fte zu tanken, wohl wissen, dass wir das schwerlich schaffen.  

 
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