Dienstag, 20. April 2021
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Nach dem schwerer Radlunfall in der Innstadt: Eine Freundin des Unfallopfers steht betroffen am Straßenrand. Auf der belebten Kapuzinerstraße haben die Fahrradtouristen nur die Wahl zwischen verbotenem Gehweg oder gefährlicher Fahrbahn.
Gefährliche Radlerstadt

Urlauberin mit Knochenbr√ľchen in Klinik

Passau - Fahrradtouristen lieben die Dreiflüssestadt, aber die Wege durch die Stadt sind gefährlich: schlechte Beschilderung, enger Verkehrsraum. Eine 63-jährige Radlerin aus Graz stürzte schwer und kam mit Knochenbrüchen in die Klinik. Sie wurde vermutlich abgedrängt.

Die Fünfergruppe wollte von der Radlerherberge „Jesuitenschössl“ zum Donauradwanderweg. Auf der von Tanktouristen vielbefahrenen Kapuzinerstraße gab es für die älteren Herrschaften aus Graz nur zwei Möglichkeiten – mutig im Autoverkehr mitstrampeln oder auf den Gehweg ausweichen. Sie entschieden sich für den legalen Weg, die Fahrbahn.

„Plötzlich hörte ich einen Schrei. Als ich zurückblickte, lag meine Begleiterin schon am Boden und ein weißer Wagen umkurvte sie“, erzählt ein Mitglied der Radlergruppe. Das Unfallopfer berichtete im Schock, es sei von einem Auto überholt und geschnitten worden. Vermutlich beim Ausweichmanöver verfing sich das rechte Pedal am Bordstein. Die Grazerin brach sich mehrere Rippen und ein Handgelenk. „Und das am letzten Urlaubstag“, beklagt die Freundin.

2.500 Unterschriften für Rad-Bürgerbegehren

„Eineinhalb Meter Sicherheitsabstand sind vorgeschrieben“, erklärt der derzeit bekannteste Passauer Radlerfreund, Augenarzt Dr. Roland Liebsch. Er sammelt gerade Unterschriften für ein Bürgerbegehren, um die Schikanen für die Radfahrer in Passau abzubauen. Beispielsweise sei auch der Fahrradstreifen auf der Innbrücke vorschriftswidrig. „Der viel zu schmale Abstand zur Bordsteinkarte ist gefährlich und kann ebenso zum Sturz führen.“

Sein Antrag für ein Bürgerbegehren, einen Teil der breiten Fußgängerzonen auch tagsüber für die Radfahrer zu öffen, geht in den Endspurt. Liebsch hat die notwendigen 2.500 Unterschriften bereits zusammen, aber: „Um ganz sicher zu gehen, dass keine Doubletten oder ungültigen Stimmen dabei sind, werden wir vor der Abgabe im Rathaus noch 200 sammeln.“ Für ihn sei es durchaus überraschend und erfreulich, dass auch 450 Bürger über 60 Jahre, Mitglieder des Seniorenbeirates und Stadträte sich an seiner Aktion „Mehr Freiräume für Radler“ beteiligen.

 
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