Mittwoch, 23. Oktober 2019
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Bayern >> Donnerstag, 10. Oktober 19

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Auf der Hängebrücke hat sich der letzte Akt einer Erpressung abgespielt: Geldübergabe von 70.000 Euro. (Foto: mediendenk)
Festnahme bei Geld├╝bergabe

Erpressungsfall um Passauer Promiwirt

Ein Passauer Promiwirt hat wegen einer undurchsichtigen Erpressungsgeschichte eine Nacht* im Polizeigef├Ąngnis verbracht.

Am Dienstag war es an der Prinzregent-Luitpold-Br├╝cke zu einer Geld├╝bergabe zwischen zwei M├Ąnnern gekommen. Der mutma├člich Erpresste, ein Sohn um die 30 aus verm├Âgendem Hause, trat als Geldgeber auf, als Geldempf├Ąnger ein 46-j├Ąhriger Ex-T├╝rsteher mit albanischen Wurzeln.

Wie aus Justizkreisen best├Ątigt wird, handelte es sich bei dem Geldbetrag um eine f├╝nfstellige Summe; nach uns vorliegenden Informationen sollen es 70.000 Euro gewesen sein.

Die Kripo war in die Geld├╝bergabe offenbar eingeweiht, denn die Beamten griffen unmittelbar zu. Der Albaner wurde festgenommen, kurz darauf laut Augenzeugen vor seinem Lokal der mutma├čliche Auftraggeber der Aktion, besagter Promiwirt.

Widerspr├╝chliche Aussagen und konfliktreiche Beziehungen der Mitwirkenden erschweren es den Ermittlern, die Hintergr├╝nde der Geld├╝bergabe zu kl├Ąren. Der Promiwirt wurde nach der Nacht in der Polizeizelle wieder auf freien Fu├č gesetzt, denn der Hinweis auf eine Mitt├Ąterschaft hatte sich offenbar nicht hinreichend best├Ątigt. Der Albaner wurde  tags darauf einer Haftrichterin vorgef├╝hrt und gegen Auflagen ebenfalls entlassen. 

Passau ist nicht Palermo, die handelnden Personen, so hei├čt aus Ermittlerkreisen, seien keinesfalls vergleichbar mit der Mafia. Narzissmus und Machtgehabe scheinen in diesem schillernden Fall auch eine Rolle zu spielen. Das provinzielle Kriminalst├╝ck ans Tageslicht gebracht haben offenbar die Eltern des mutma├člich Erpressten. Sie schalteten einen namhaften Strafverteidiger ein, dieser die Polizei.

*Laut PNP sagte der Betroffene, er sei "abends" wieder freigelassen worden; Stammg├Ąste wollen mit ihm bereits am "Nachmittag" seine "Freilassung mit Sekt gefeiert" haben. Wiederum andere Quellen behaupten, die Einvernahme habe sieben Stunden gedauert. Die Antwort der Ermittler steht aus.

 
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