Montag, 16. September 2019
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Lokalnachrichten >> Mittwoch, 11. September 19

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Wie können sich Fußgänger, Radfahrer und Motorisierte stressfrei den Verkehrsraum teilen? In Passau eine Herausforderung für Verkehrsplaner. (Foto: mediendenk)
Verkehrswende

Passau öffnet neue Fahrradstraßen

Das Radfahren zwischen den drei Flüssen ist selbst für passionierter Radfahrer eine Herausforderung. Dort, wo keine tauglichen Radwege ausgewiesen sind, müssen sich die Radler dem Wettstreit im Verkehrsraum mit den Verbrennern stellen. Klimakrise und Elektromotor haben das Fahrrad kräftig angeschoben. Nächsten Dienstag wird dem Rathaus nicht der großen Wurf für die Verkehrswende gelingen, aber überfällige Maßnahmen werden angepackt.

Innbrückgasse wird Fahrradstraße

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Die Innbrückegasse, hier die Einfahrt am Innbrücktor, wird probeweise Fahrradstraße. (Foto: mediendenk)
Die wichtigste Fahrradverbindung zwischen südlichem Neumarkt und Altstadt ist die Innbrückgasse; sie verbindet über das Innbrücktor die Marienbrücke  mit dem Residenzplatz. In der aktuellen Print-Ausgabe haben wir thematisiert, wie diese Gasse seit 30 Jahren im Brennpunkt der Radverkehrskonzepte steht. Jetzt wird es probeweise umgesetzt: Sie soll zur Fahrradstraße werden, mit besserer Beleuchtung und Ampelschaltung am südlichen Ende des Tunnels.

Ein externes Fachbüro hat die Situation für Radfahrer in der Dreiflüssestadt intensiv geprüft und Lösungen erarbeitet. Was wird der Stadtrat umsetzen? Am kommenden Dienstag ist die öffentliche Sittzung.

Radwegeverbindung zwischen den Stadtteilen an Donau und Inn sollen verbessert werden; der Radweg in der Ilzstadt entlang der Freyunger Straße (Bundesstraße 12) wird in Angriff genommen. Mit "kleineren Markierungsarbeiten" sollen noch in diesem Jahr Vorbereitung getroffen werden, diesen umzusetzen.

Verkehrsraum öffnen und neu teilen

Das Rathaus rühmt sich oft neue Fahrradwege geschaffen zu haben, aber diese Projekte betreffen zumeist konfliktfrei Außenbereiche. In der Innenstadt ist das Thema akut. Der Schritt zu durchgreifenden Lösungen wird seit jeher gescheut: In den Gassen könnten Bürgersteig und (gepflasterte!) Fahrbahn auf eine Ebene gebracht werden, in diesem flexiblen Verkehrsraum gewähren Markierungen dem umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmern Vorrang und die Verbrenner schließen sich an. Mit den neuen Tempo-30-Zonen wurde der erste Schritt für dieses Kozept getan: Selbst wenn Radfahrer in engen Straßen das Tempo vorgeben, in verkehrsberuhigten Zonen wird dies von Autofahrer weniger als Behinderung empfunden.

 
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