Dienstag, 20. August 2019
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Aktion Seebr├╝cke

Passau sicherer Hafen f├╝r Gerettete

Ob Nachbarschaftshilfe bei der Hochwasserkatastrophe oder offene Arme f├╝r Fl├╝chtlinge. Die Dreifl├╝ssestadt als Tor zum Osten hat stets bewiesen, dass Menschlichkeit ihre gro├če St├Ąrke ist. So gesehen h├Ątte es dieser Resolution nicht bedurft, die heute vom Stadtrat nach einer wichtigen, aber heiklen Debatte beschlossen worden ist: Die Dreifl├╝ssestadt schlie├čt sich als "sicherer Hafen" der Aktion "Seebr├╝cke" an und garantiert bei Bedarf einer angemessene Zahl von Geretteten Obdach, Schutz und Integration.

Allein der einzige Passauer AfD-Stadtrat hatte gefordert, die Abstimmung von der Tagesordnung zu nehmen. Er sah weder Eilbed├╝rftigkeit noch Notwendigkeit gegeben, ja vielmehr die Gefahr, dass diese Resolution noch mehr Fl├╝chtlinge anziehen und auf das todbringende Meer treiben w├╝rde.

Die CSU-Fraktion wollte auch nicht dar├╝ber abstimmen, h├Ątte das Thema gerne vertagt und zur Beratung in die Fraktionen verschoben. Die Mehrheit sah es letzendlich anders und so wurde die Resolution, auf Wunsch der Kritiker und Skeptiker aufgesplittet in vier S├Ątze zur Abstimmung, mit den Gegenstimmen des scharfen AfD-Kritikers und der unschl├╝ssigen CSU-Diskussionsbed├╝rftigen beschlossen.

SPD-Oberb├╝rgermeister J├╝rgen Dupper, dessen Partei die Fahne der Humanit├Ąt vorantrug, ermahnte bei der Debatte Gr├╝nen-Stadtrat Stefan Stephan Bauer wegen seiner "ehrabschneidenden Wortwahl". Dieser hatte Seebr├╝cken-Gegner AfD-Stadtrat Oskar Atzinger als "Neonazi" und* "trollenden Quotennazi" des Stadtrates beschimpft, ja mehr noch ihn angegriffen, er sei ein "Geistesbruder derjenigen, die in Kassel den Regierungspr├Ąsidenten ermordet haben".

Passau unterst├╝tzt als "sicherer Hafen" f├╝r Gerettete die "Aktion Seebr├╝cke" als 79. deutsche und nach Aschaffenburg, Erlangen, F├╝rth, M├╝nchen, Regensburg und W├╝rzburg als 7. bayerische Stadt.

*der Reporter glaubte beide Begriffe geh├Ârt zu haben, Stephan Bauer korrigierte bei einem pers├Ânlichen Treffen, er habe nur "trollender Quotennazi" gesagt. Zutreffend w├Ąren beide, nachdem Stadtrat Atzinger in seiner rassistischen Weltanschauung Migranten grunds├Ątzlich in die Ecke von Kriminellen und Sozialschmarotzern stellt. 

  

 

 
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