Montag, 16. September 2019
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Bayern >> Sonntag, 07. Juli 19

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Professor Dr. Gerhard Waschler; sein Pressefoto der CSU-Landesleitung.
Passauer CSU

Waschler, der wahre Verlierer

Steiner, Dickl, Putzke, Dupper. Die Lokalgazetten beschĂ€ftigen sich nach der spannenden CSU-OberbĂŒrgermeisterkandidatenwahl mit diesen Betroffenen. Der erste ruft „Attacke!“, der zweite denkt an RĂŒckzug vom Stadtratsfraktionsvorsitz, der dritte frohlockt ĂŒber sein HusarenstĂŒck und der vierte - wird wohl nervös.

Doch der Name des wahren Verlierers, der sich still und kommentarlos im Hintergrund hĂ€lt, taucht in dieser Causa nicht auf: Gerhard Waschler. Als Landtagsabgeordneter seit Jahrzehnten die fĂŒhrende Figur in der Passauer CSU hat er am Freitag um 21.30 Uhr mit Steiners Wahlsieg die ZĂŒgel verloren. Jetzt steht Georg Steiner, der Linzer Tourismusdirektor, als Herausforderer des SPD-OberbĂŒrgermeisters im Scheinwerferlicht der Partei. Waschler und Steiner, das hĂ€ngt mit einer alten RivalitĂ€t zusammen, sind sich spinnefeind. Sie sind Altersgenossen, der eine geboren im Juli 1957, der andere im MĂ€rz 1958.

Professoren in Pole-Position
Wir erinnern uns: Als Holm Putzke, der CSU-Kreisfraktionsvorsitzende, und Armin Dickl, der CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzende, im FrĂŒhjahr um die OB-Kandidatur buhlten, schob Waschler den jungen Dickl in die Startposition und Putzke musste weichen. Waschler, Sport-Professor und ehemaliger Sportzentrumsdirektor der Uni, wollte keinen erfolgreichen Emporschössling an seiner Seite dulden, schon gar keinen zweiten Professor. Putzke ist Strafrechtsprofessor an der Uni. Bitterer kannÂŽs fĂŒr Waschler nicht laufen: Jetzt stiehlt ihm Steiner, ein Direktor und Ehrendoktor im Tourismus, die Schau.

Einsamer SpaziergÀnger
Seinen Weg zur CSU-OberbĂŒrgermeisterkandidatenwahl hat Waschler am Freitag alleine und zu Fuß angetreten. SpaziergĂ€nge sind Seelenkraftspender. Sie schenken Zeit, die Gedanken neu zu sortieren. Was Waschler wohl durch den Kopf gegangen ist?

Weltkulturerbe verloren
Waschler, der neben Scheuer bekannteste Passauer CSU-Politiker, erlebt gerade eine PechstrĂ€hne, denn auch seine Prestigeobjekte scheitern. Kaum hatte Steiner seinen SchĂŒtzling Dickl vom Thron gestoßen, kam tags darauf die Botschaft aus Baku (Aserbeidschan), dass Waschlers 15 Jahre wĂ€hrendes Engagement gescheitert ist, einen Weltkulturerbe-Baustein in Passau zu setzen. Das Welterbekomitee hat den Antrag auf einen lĂ€nderĂŒbergreifenden „römischen Donaulimes“ fallen lassen. Es wĂ€re die letzte Chance gewesen, dass Passau sich mit einem Weltkulturerbe-PrĂ€dikat schmĂŒcken kann. Ein zweiter Anlauf wird probiert.

Kulturdenkmal verloren
Vergeblich hatte sich Waschler dieses FrĂŒhjahr als prominentester FĂŒrsprecher dafĂŒr eingesetzt, dass ein Passauer Kulturdenkmal, ein altes Holzhaus im sogenannten Malerwinkel am Linzer Tor, gerettet wird. Auch dieser Erfolg blieb ihm versagt. Der Abriss ist vom Rathaus genehmigt worden.

hud
 

 
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