Montag, 16. September 2019
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Bayern >> Dienstag, 02. Juli 19

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Die erste Reihe der Passauer CSU beim Neujahrsempfang diesen Jahres. An den Flanken Armin Dickl (links) und Holm Putzke; Georg Steiner, der neue Ob-Kandidatenanwärter, war nicht vertreten. (Foto: mediendenk)
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Blick in die Passauer CSU

In Br├╝ssel, in Berlin wie in Passau: In der Politik, so nimmt es der B├╝rger ├╝ber die Medien war, geht es h├Ąufiger um K├Âpfe und seltener um Inhalte. Die EU sucht einen neuen EU-Kommissionspr├Ąsidenten, die SPD eine Doppelspitze, die Union eine Nachfolgerin f├╝r Merkel, die Passauer CSU einen OB-Kandidaten.

Die aktuell Verzwergten hei├čen in Br├╝ssel Manfred Weber, bei der Union AKK und in Passau Armin Dickl. Alle drei eine Zeitlang hoch gehandelt, dann der ├╝berraschende Wandel.

Wer soll 2020 in Passau gegen Oberb├╝rgerb├╝rgermeister J├╝rgen Dupper antreten? Ein Schwergewicht ist Dupper von seiner Partei, der SPD, her gesehen beileibe nicht mehr. Die Passauer SPD schrumpfte bei der Europawahl auf 8,6 Prozent. Duppers Pfund ist seine Pers├Ânlichkeit, man sch├Ątzt seine Rhetorik, sein kompetentes Auftreten und B├╝rgern├Ąhe.  

Putzke, der unbequeme Parteikritiker
R├╝ckblick: Die CSU hat bei der letzten OB-Wahl die CSU-Frau Rosemarie Weber, eine Scheidungsanw├Ąltin, gegen Dupper verbrannt. Ausblick: Als neuen Kandidaten w├╝nschten sich die CSU-Granden Andreas Scheuer und Landtagsangeordneter Gerhard Waschler den aufstrebenden CSU-Stadtratsfraktionschef Armin Dickl ÔÇô und bremsten bewusst den offensichtlich postenhungrigen und karrieredurstigen Holm Putzke, CSU-Kreisvorsitzender und Uni-Strafrechtsprofessor, aus. Der ist bekannt daf├╝r, dass er nicht nur nach au├čen, sondern auch nach innen Klartext spricht. Parteikritik in den eigenen Reihen wird selten gesch├Ątzt.    

Steiner, der gescheiterte OB-Kandidat der 1990er
Putzke hat einen Parteifreund an seiner Seite, der bereits selbst in den 1990er Jahren als CSU-OB-Kandidat antreten wollte und aus formalen Gr├╝nden scheiterte: CSU-Stadtrat Georg Steiner, heute erfolgreicher Tourismusdirektor im benachbarten EU-Ausland, in der Donaumetropole Linz. Der 61-j├Ąhrige Steiner habe mehr Format als der 36-j├Ąhrige Dickl, diese Meinung teilt der als OB-Kandidat kaltgestellte Putzke mit manchen ├Ąlteren CSU-Stadtr├Ąten. Putzke und Steiner verbindet wahrscheinlich die Abneigung gegen Landtagsabgeordneten Gerhard Waschler. Denn beide, jeder auf seine Weise und zu seiner Zeit, sind an dieser CSU-Machtfigur gescheitert.

Wahllokal an der Donau f├╝r 200 Mitglieder
Die offizielle Benennung des CSU-OB-Kandidaten bedarf nun einer Abstimmung, die am Freitag, 5. Juli ansteht. Urspr├╝nglich waren als Veranstaltungsort die R├Ąume im ehemaligen Klavierhaus im Kapfingerkomplex in der Neue Mitte vorgesehen. F├╝r die mutma├člich turbulente Veranstaltung scheinen diese jetzt nicht gro├č genug zu sein; mehr als 200 der rund 400 550 CSU-Mitglieder werden erwartet. Die Partei weicht aus ins Gasthaus ÔÇ×AschenbergerÔÇť am n├Ârdlichen Donauufer. Der Wirt sah sich gestern Nachmittag mit der spontanen Buchung konfrontiert.   

Putzke pocht auf Meinungsmonopol
Kreisvorsitzender Holm Putzke hat kraft seines Amtes verf├╝gt, dass angesichts der spannenden Situation fortan alle CSU-Funktion├Ąre von pers├Ânlichen Meinungs├Ąu├čerungen an die Presse Abstand zu nehmen haben. Diese diene dem Schutz der Partei. Jeder Abweichler werde ger├╝gt. Das Sprachrohr f├╝r die offizielle Meinung der Passauer CSU sei laut Regeln allein der Kreisvorsitzende.

ÔÇ×Das wird am Freitag ein Kopf-an-KopfrennenÔÇť, sch├Ątzen CSU-Mitglieder den Ausgang der Wahl zwischen Dickl und Steiner ein.

 
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