Dienstag, 20. August 2019
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Dieses vierstöckige Wohnhaus im Klinikumsviertel, erbaut zu einer Zeit, in der Architektur sich um Schönheit im Detail bemühte, will die Stadt abreißen lassen. (Foto: mediendenk)
Stadtbild

Neue Koalition für Erhalt alter Gebäude

Der Passauer Vizebürgermeister und der bekannteste Passauer Stadtführer, zwei Lokalpolitiker verschiedener Parteien, haben sich zusammengetan: Sie kämpfen dafür, dass Gebäude mit Geschichte, die das Stadtbild prägen, nicht mehr zum Abriss frei gegeben werden.    

Ihre Koalition in Sachen Stadtbildbewahrung hat einen triftigen Grund. In den letzten vier Jahren ist reihenweise bauliches Erbe verschwunden. Mehr dazu in der nächsten Printausgabe.

Laut einer Anfrage an die Stadtverwaltung hat die Untere Denkmalschutzbehörde neun Denkmäler im Blick, deren Zustand Sorge bereitet. In vier Fällen erinnert der Verfall an einen aktuellen Denkmalskandal, der nach der Petition durch einen Verein Wellen bis nach München geschlagen hat. Das alte Holzhaus "Linzer Straße 2", am südöstlichen Stadttor prägend für den "Malerwinkel", festgehalten in historischen Gemälden und Fotografien, ist für die Nachwelt verloren. Dem Eigentümer wurde die Abrissgenehmigung erteilt. Der Verfall ist laut Gutachten zu weit fortgeschritten.

Jetzt haben Vizebürgermeister Urban Mangold und Stadtrat Matthias Koopmann den Antrag gestellt, den geplanten Abriss eines hübschen, großen Reihenhauses, das Sie im Foto sehen, zu unterbinden. Der Zugriff gestaltet sich hier einfacher, denn es ist nicht in Privatbesitz, sondern in städtischer Hand, gehört zum Klinikum.

Der Vertreter der ÖDP und der Passauer Liste verfassten eine gemeinsame Pressemitteilung: Der hochqualitätsvolle Mehrgeschossbau sei ein erstklassiges Beispiel für den Bau anspruchsvoller Mehrfamilienhäuser aus der Zeit Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude habe noch ein „Gesicht“, hebe sich von der oftmals kalten modernen Wohnarchitektur der Gegenwart wohltuend ab.

„Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie frühere Architektur sich bemüht hat, den ästhetischen Bedürfnissen der Bewohner und ihrer Nachbarn entgegenzukommen“, schreiben Koopmann und Mangold. Ihr Vorstoß ist insofern bemerkenswert, als dieses Gebäude noch nicht in die Denkmalschutzliste aufgenommen worden ist. Auch dazu laufen im Hintergrund die Bemühungen.

 
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