Dienstag, 20. August 2019
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Lokalnachrichten >> Freitag, 07. Juni 19

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Baugebiet Thann: Auf den Wiesenflächen im Baugebiet brüten neue Paare. (Foto: Ingo Zahlheimer/ mediendenk)
Neubaugebiet

Wer sch√ľtzt den Kiebitz in Thann?

Die  Bagger- und Raupenfahrer stellen sich angeblich unwissend. Anwohner und Naturfreunde sind emp√∂rt. Dem Oberb√ľrgermeister liegt ein Beschwerdebrief vor.

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Kiebitz am Acker. (Foto: Josef Baumgartner)
Im Baugebiet Thann br√ľtet der Kiebitz, eine gesch√ľtzte Vogelart, derentwegen die Zerst√∂rung dieses Wiesenhangs viele Jahre lang hinausgeschoben werden musste.

"Warum wird kein Baustopp eingeleitet, wenigstens bis die Jungvögel das Nest verlassen haben?", fragt ein Leser. Es wäre wahrscheinlich sinnvoll, wenigstens das Brutgebiet abzusperren.

Eine Naturfotograf hatte vor drei Wochen Kiebitze hier auffliegen sehen, die ihr Brutrevier gegen eine Spaziergängerin mit großen Hund verteidigten. Sie war auf einer der neuen Stichstraßen unterwegs, die auf dem neuen Baugebiet bereits angelegt worden sind.

Das mit Gras ausgepolsterten Nest legt der Vogel am Boden an. Etwa 40 Tage nachdem die Eier abgelegt worden sind, können die Jungvögel fliegen und sind selbständig. Auch in der Landwirtschaft wird versucht die Gelege zu erhalten, indem sie markiert und umfahren werden.

Der Bestand der Kiebitze in Bayern wird knapp 10.000 Paare geschätzt.

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Mit Flatterb√§ndern war im vorigen Fr√ľhjahr versucht worden, den Kiiebitz zu vertreiben. (Foto: Tobias K√∂hler/ mediendenk)
Auf dem Baugebieten Thann ragen sechs Kräne in den Himmel; derzeit wird ein drittes Haus hochgezogen, eine Schallschutzwand ist aufgebaut worden, Erschließungsstraßen wurden angelegt.

Der Kiebitz verliert zunehmend seinen Lebensraum durch Landwirtschaft, neue Gewerbe- und Wohngebiete; er steht in Bayern auf der Roten Liste als "stark gefährdet".

Mit Flatterb√§ndern auf dem Baufeld war versucht worden, den Vogel vom Donauhang in Thann zu vertreiben. Es ist offenbar nicht gelungen. 

Nachtrag: Die Stadt schreibt auf Anfrage, dass sie das Thema im Blick habe. "Die Bauarbeiten, die derzeit stattfinden, werden nicht in den Brutbereichen durchgef√ľhrt", hei√üt es. Die Baufirmen seien entsprechend informiert und sensibilisiert, die Baut√§tigkeiten nicht wesentlich beeintr√§chtigt.

 
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