Mittwoch, 22. Mai 2019
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Armbrust-Tragödie

Acht Pfeilschüsse, keine Gegenwehr, keine Betäubungsmittel

Die Passauer Staatsanwaltschaft hat heute früh das Obduktionsergebnis auf den Tisch bekommen. Es erhellt die Hintergründe der Armbrusttragödie nicht. Im Gegenteil: Die Frage, was das Trio dazu bewegte, offensichtlich freiwillig in den Tod zu gehen, bleibt im Dunkeln.

Die Münchner Gerichtsmediziner stellen fest, dass keiner der Beteiligten sich gewehrt oder gegen einen Angreifer gekämpft hat. Die Blut- und Urinuntersuchungen der Leichen haben ergeben, dass keiner von ihnen vor den tödlichen Pfeilschüssen Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat. 

Die Jüngste des Trios, die 30-Jährige aus Wittingen (Niedersachsen), muss nach Lage der Dinge die ausführende Armbrustschützin gewesen sein. Der jeweils erste Pfeilschuss, den sie dem Paar auf dem Doppelbett versetzte, war laut Gerichtsmedizin der tödliche: Er ging ins Herz. Weitere Pfeile sind nach der Erkenntnis der Mediziner erst danach gesetzt worden, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei der 33-jährigen Frau ein zusätzlicher Pfeilschuss in den Kopf, beim 54-jährigen Mann eine Serie von fünf: zwei ins Herz, einer in die Brust und zwei in den Kopf. 

Die Armbrustschützin hat bekanntlich mit zwei Waffen hantiert. Den letzten, den achten Schuss, setzte sie sich selbst. Er drang im Halsbereich ein.

„Der Fall bleibt nach wie vor für uns rätselhaft“, sagt Oberstaatsanwalt Walter Feiler. Was die Ermittlungen über die beiden Frauenleichen in Wittingen ergaben, von denen eine die Lebensgefährtin der Armbrustschützin war, die andere eine 19-jährige Mitbewohnerin: Auch diese sind freiwillig, aber weniger gewaltsam, aus dem Leben geschieden.

hud

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