Mittwoch, 22. Mai 2019
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Prozess um Drogenhandel

Wem gehört das Heroin?

Am Passauer Landgericht hat der Prozess gegen einen 33-jährigen serbischen Staatsangehörigen begonnen, der laut Anklage in einem Reisebus Heroin geschmuggelt haben soll. Er selbst habe mit Rauschgifthandel nichts zu tun, weist er jede Schuld von sich. 

Mittel Juli 2017 reiste der Angeklagte mit einem Landsmann im Fernbus von Düsseldorf nach Wien. Während einer Polizeikontrolle in Passau-Sperrwies fanden die Beamten ein halbes Kilo Heroin in seinem Gepäck. In der Verhandlung beteuerte er erneut, sein Landsmann habe das Rauschgift in Rotterdam gekauft. „Er hat zu mir gesagt, wir fahren nach Holland und machen uns ein paar schöne Tage, er wollte sich dort ein Auto kaufen“, übersetzte eine Dolmetscherin seine Aussage.

Dass mit dem "Auto" wohl Rauschgift gemeint war, habe der Serbe nach eigener Aussage erst gemerkt, als sein Mitreisender einen kleinen Teil des Heroins im gemeinsamen Hotelzimmer testete. Er sei dann skeptisch geworden, habe nachgefragt und zur Antwort bekommen: „Je weniger du weißt, desto besser ist es.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Passauer Landgericht den mutmaĂźlichen Heroindealer zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Doch der Verurteilte ging erfolgreich in Revision, der Bundesgerichthof hob das Urteil auf. Drei Verhandlungstage sind angesetzt, das Urteil wird am Donnerstag, 23. Mai, erwartet.

ta

 
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