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Politischer Aschermittwoch

CSU-Obergrenze: 4.620 Zuschauer

Politischer Aschermittwoch. Der Bayerische Rundfunk spricht von einem "Duell" der Parteien. Das klingt nach Rivalen, die ihre Klingen kreuzen; mit Tausenden Schaulustigen erinnert es an GladiatorenwettkĂ€mpfe, an eine Arena mit Madator und Stier. Statt Blut fließt Bier. Das heizt auch die Stimmung an. Ist das noch zeitgemĂ€ĂŸ? Abends wird im Passauer Scharfrichterhaus mit dieser "SchaumschlĂ€gerei" abgerechnet, auf der KabarettistenbĂŒhne.

"Am Tag nach dem FaschingsbesĂ€ufnis reden bei Euch die Politiker? Damit die Restalkoholisierten nicht merken, wie sie lĂŒgen?", fragt ein Nachbar aus Osteuropa, ein Informatiker aus Slowenien, den ich heute beim FrĂŒhstĂŒck ĂŒber das Passauer Spektakel aufklĂ€re.

Obergrenze: 4.620 Zuschauer
"Bayern 5 aktuell" beweist in den Morgennachrichten, dass man es an diesem Tag mit der Wahrheit wirklich nicht so genau nimmt. "6.000 Zuhörer" in Passau. Nun, aufmerksame Leser dieses Lokalmagazins kennen seit MĂ€rz 2014 die Wahrheit: "Ein bisschen Eindruck schinden, kann nicht schaden", schrieben wir. Damals ließ der damalige Organisator Raimund Kneidinger, heute CSU-Landratskanddidat 2020,  in der Heimatzeitung "7.000 Zuschauer" verkĂŒnden. Doch wenn die Hallenvermieter solche Zahlen hören, schĂŒtteln sie den Kopf. Auch wenn die Galerien bis zur letzten Reihe mit StĂŒhlen und Tischen genutzt werden, ist maximal Platz fĂŒr 4.620 Zuschauer. Und da sind die Journalisten schon mitgezĂ€hlt. 4.620 Zuschauer, mehr erlaubt die Brandschutzverordnung nicht. Kein Veranstalter wĂŒrde das Leben seiner Besucher riskieren und dagegen verstoßen, eine Anzeige riskieren.

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StadtrĂ€tin Evi Buhmann hielt im Dirndl die BegrĂŒĂŸungsrede.
Die Passauer CSU hat sich am Vorabend zum Gruppenfoto gesammelt, in Freude auf den heutigen Tag, die Großveranstaltung in der DreilĂ€nderhalle mit MinisterprĂ€sident Markus Söder und Europa- Politiker Manfred Weber. Wenn Sie sich wundern, warum sich CSU-Kreisvorsitzender Holm Putzke und CSU-Stadtratsvorsitzende Armin Dickl plötzlich Schulter an Schulter zeigen, sollten Sie vielleicht im aktuellen Heft den Beitrag „Passauer CSU: Macht und Intrige“ lesen. Es geht wohl darum, jetzt Geschlossenheit zu zeigen. 

Der bayerische CSU-Stammtisch lockt heuer internationale Medien aus 40 LĂ€ndern nach Passau. Es gibt fĂŒr sie erstmals eine SimultanĂŒbersetzung ins Englische. Es ist der erste Aschermittwochsauftritt von Söder als neuer Parteivorsitzender und gewĂ€hlter MinisterprĂ€sident. Weber steht im Rampenlicht, weil er als Spitzenkandidat der EuropĂ€ischen Volkspartei Chancen auf das Amt des EU-KommissionsprĂ€sidenten hat.

Gegen den Zeitgeist
Am Vorabend hat CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer im  Wirtshaus Peschlterrassen  die Mitglieder der Jungen Union eingeschworen: "Wir zeigen morgen Haltung mit diesem Politischen Aschermittwoch." Es gehe nicht darum, dem Zeitgeist nachzurennen, sondern dass "das bĂŒrgerliche Lager kompakt steht". Dann zĂ€hlte er auf, was das "Gesamtpaket Volkspartei" ausmache, in diesere Reihenfolge: "Die Konservativen genauso wie die Liberalen, genauso die Sozialen - und auch die Christlichen dazu. 

Die CSU steckt in einer IdentitĂ€tskrise. Vor vier Jahren sagte Edmund Stoiber in Passau: „Rechts von der CSU darf es keine legitimierte politisch demokratische Partei geben!“ Das habe Franz Josef Strauß gesagt und was der gesagt hat, mĂŒsse fĂŒr alle Ewigkeit gelten.

 
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