Montag, 10. Dezember 2018
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Rosemarie Weber rückt in den Mittelpunkt, an die Stelle des ehemaligen Intendanten. PR-Agenturmann Gerhard (Brille), Schriftführer Brunner (grauer Anzug) und Schatzmeister Kratzer hören konzentriert zu. (Foto: Tobias Köhler)
EuropÀische Wochen

Passauer Festspiele in Übergangsphase

Der Verein „EuropĂ€ische Wochen“ hat „ausgewĂ€hlte Höhepunkte“ der Festspiele 2019 prĂ€sentiert - erstmals in seinem 67-jĂ€hrigen Bestehen ohne Intendanten. Ein „hochkarĂ€tiges, europĂ€isch ausgerichtetes Programm“, verspricht der kĂŒnstlerische Leiter Carsten Gerhard.

Im Impressum der zehnseitigen BroschĂŒre wird Gerhard, ein MĂŒnchner PR-Agenturleiter, an siebter Stelle nach der Vereinsvorsitzenden Rosemarie Weber, deren Stellvertreter, den Ehrenmitgliedern und dem Schatzmeister aufgefĂŒhrt. Er soll die Zeit ĂŒberbrĂŒcken, bis die Intendantenstelle neu ausgeschrieben und besetzt ist.

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Festspielleiterin und Vereinsvorsitzende: Rosemarie Weber prĂ€sentiert die ProgrammbroschĂŒre mit dem Auge, Symbol fĂŒr "Europa im Blick." (Foto: Tobias Köhler)
Neun Veranstaltungen sind als „ausgewĂ€hlte Höhepunkte“ angekĂŒndigt. Als Besonderheit eine hauseigene Produktion, die Rekonstruktion des ersten Konzertes, das Beethoven als Veranstalter im April 1800 im Wiener Burgtheater gegeben habe. Mit der Sopranistin Julia Lezhneva, den Regensburger Domspatzen, dem Geiger Frank Peter Zimmermann, der Amsterdam Sinfonietta und dem Gitarristen Pablo Sainz Villegas wĂŒrden auch wieder „Weltstars der Musikszene“ nach Passau kommen, hieß es bei der Pressekonferenz. Den Vereinsmitgliedern ist das Programm am Abend in der Heiliggeistkirche prĂ€sentiert worden.

40 Veranstaltungen sind geplant. Das gesamte Programm, das unter dem Motto "Europa im Blick" zusammengefasst ist, werde allerdings erst Anfang des nĂ€chsten Jahres vorgestellt, erklĂ€rte Weber. Die Finanzen seien wieder geordnet, betonte sie. Ein Seitenhieb auf den ehemaligen Intendanten Thomas E. Bauer, der die „EuropĂ€ischen Wochen“ angeblich in Schieflage gebracht hatte und kurzfristig abgesetzt worden war.

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PNP-Feuilletonchef Raimund Meisenberger hÀlt mit seinem Flachrechner die Programmpressekonferenz der "EuropÀischen Wochen" fest.
Kritiker befĂŒrchten, dass die Festspiele ohne Intendanten abgewertet und weniger attraktiv fĂŒr Sponsoren sein könnten. Die Festspiele befinden sich in einer Umstrukturierung. Es ist seit Jahren davon die Rede, sie auf die Grundpfeiler einer gemeinnĂŒtzigen Gesellschaft zu stellen.

Tom Altvater

 
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