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Lokalnachrichten >> Donnerstag, 06. September 18

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Nach der Einreisekontrolle auf der A3, Parkplatz "Rottal Ost", wurde erstmals ein syrischer Flüchtling nach Griechenland zurückgeschickt. (Foto: Tobias Köhler/ mediendenk)
PrĂ€zedenzfall mit syrischem FlĂŒchtling

Von der Passauer Grenze zurĂŒck nach Griechenland

Passau/ Athen - Die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Passau teilt mit, dass sie am Dienstag erstmalig einen Migranten nach der Einreisekontrolle an der deutsch-österreichischen Grenze direkt nach Griechenland zurĂŒckgeschickt habe.

Am frĂŒhen Dienstagmorgen hatten Beamte der Bundespolizei in Rottal-Ost einen Fernreisebus kontrolliert und festgestellt, dass sich unter den FahrgĂ€sten ein 24-jĂ€hriger Syrer befindet. Der Mann legte den Beamten eine bulgarische IdentitĂ€tskarte vor, die sich laut Polizeidatenbank als gestohlen herausstellte.

Im ReisegepĂ€ck des jungen Mannes entdeckten die Polizeibeamten schließlich seine syrische IdentitĂ€tskarte und eine Dokument aus Griechenland: Der Syrer hatte erst vor kurzem in Griechenland einen Asylantrag gestellt. In der europĂ€ischen Fingerabdruckdatenbank „Eurodac“ ist er entsprechend registriert worden.

Der 24-jĂ€hrige syrische FlĂŒchtling wurde zum PrĂ€zedenzfall: Seit 17. August besteht das RĂŒckfĂŒhrungsĂŒbereinkommen zwischen Deutschland und Griechenland. Der Syrer wurde laut Bundespolizei zum Flughafen MĂŒnchen gebracht und musste noch am gleichen Tag seine RĂŒckreise nach Griechenland antreten. Er wurde zudem in zweifacher Hinsicht angezeigt: versuchte unerlaubte Einreise und Missbrauch von Ausweispapieren.

Die Beamten der Bundespolizei stehen bei solchen Aufgriffen unter Zeitdruck, nachdem die RĂŒckfĂŒhrung innerhalb von 48 Stunden erfolgen muss; so sieht es das Abkommen vor.  Einen freien Platz im Flieger der Lufthansa suchen, mit den griechischen Behörden Kontakt aufnehmen, damit der ZurĂŒckgewiesene in Athen in Empfang genommen wird. Dies alles muss im Vorfeld erfolgen, erklĂ€rt ein Bundespolizei-Pressesprecher.

Der Transfer mit dem Auto von der Grenze in Passau zum Flughafen nach MĂŒnchen dauert etwa zwei Stunden. Laut unseren Informationen ist der Syrer um 19.10 Uhr in die Maschine eingestiegen. Der RĂŒckflug erfolgte demnach mit Lufthansa-Maschine LH 1754. Er trat den RĂŒckflug freiwillig an, sodass eine Begleitung durch Polizeibeamte nicht notwendig war. Ein Lufthansa-Tickets nach Athen kostet standardmĂ€ĂŸig um die 500 Euro.

 
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