Dienstag, 11. Dezember 2018
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Lokalnachrichten >> Dienstag, 24. Juli 18

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Der Fluss als Lebensader, seine Ufer als Erholungszone, ein gefährdetes Idyll. (Foto: Tobias Köhler)
Mauern, die spalten

Hundert EinwÀnde gegen den Halser Hochwasserschutz

Die Computeranimationen zum geplanten Hochwasserschutz am westlichen Ilzufer in Passau-Hals haben die BĂŒrger aufgeschreckt: Die Zahl der Beschwerden und EinwĂ€nde, die zu den im Rathaus ausgelegten PlĂ€nen eingingen, liegt im dreistelligen Bereich. Morgen lĂ€uft die Frist fĂŒr die Eingaben ab.

Wie es weitergeht mit Hals?

In der RĂŒckblende zĂ€hlte OberbĂŒrgermeister die bisherige BĂŒrgerbeteiligung auf: Drei BĂŒrgerversammlungen habe es beim Halser Wirt gegeben, zwei Besprechungen mit den BĂŒrgern des gegenĂŒber liegenden Ufers. Vier Termine sind es bis zum möglichen Spatenstich:

  • Ende September wird es eine BĂŒrgerversammlung in grĂ¶ĂŸerem Rahmen geben, in der alle EinwĂ€nde aufbereitet und abgewogen werden.
  • Der Stadtrat gibt in der Sitzung am 8. Oktober seine Stellungnahme ab.
  • Es folgt der Erörterungstermin zum abschließenden Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes.
  • Der Stadtrat wĂŒrde danach die Planung genehmigen, der sogenannte Planfeststellungsbeschluss.

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Der Hochwasserschutz trennt mit einer Mauer die Siedlung vom Fluss, raubt dem Ort eine baumbewachsene Uferpromenade. (Quelle: Binder-CAD)
Eine Meinungsumfrage der Stadt zum Halser Hochwasserschutz ist offenbar unglĂŒcklich gelaufen. Der Halser Stadtrat Paul Kastner berichtete in der Stadtratssitzung ĂŒber Unmut im Ort, von einer „Zweiklassengesellschaft“ werde gesprochen. Das Rathaus hatte sein Rundschreiben in der Anrede an die „Betroffenen des Hochwassersschutzes“ gerichtet, aber ausschließlich die Hausbesitzer angeschrieben, die vom Schutz profitieren wĂŒrden. Vom Hochwasserschutz betroffen fĂŒhlten sich aber alle, die damit leben mĂŒssen, sagte Kastner. Das habe „böses Blut“ gegeben.

8-Millionen-Projekt fĂŒr Lindau
Der Hochwasserschutz am Donauufer in der Lindau, zwischen KrĂ€utlsteinbrĂŒcke und Sulzsteg, steht vor dem Ende der Planungsphase: Um keine Zeit zu verlieren, hat der OberbĂŒrgermeister den Stadtratsferienausschuss beauftragt, bei seiner Sitzung am 27. August die PlĂ€ne zu genehmigen. Es ist mit geschĂ€tzten 8,1 Millionen Euro nach der „Innpromenade“ das zweitteuerste Passauer Hochwasserprojekt. Eine Schutzmauer ĂŒber einen Kilometer, bis drei Meter hoch, vier Pumpwerke. GeschĂŒtzt wird vor allem die Zahnradfabrik, die im flussaufwĂ€rts anschließenden Uferbereich bereits 5 Millionen Euro investiert hat.

 
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