Montag, 20. August 2018
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Lokalnachrichten >> Dienstag, 24. Juli 18

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Der Fluss als Lebensader, seine Ufer als Erholungszone, ein gefährdetes Idyll. (Foto: Tobias Köhler)
Mauern, die spalten

Hundert Einw├Ąnde gegen den Halser Hochwasserschutz

Die Computeranimationen zum geplanten Hochwasserschutz am westlichen Ilzufer in Passau-Hals haben die B├╝rger aufgeschreckt: Die Zahl der Beschwerden und Einw├Ąnde, die zu den im Rathaus ausgelegten Pl├Ąnen eingingen, liegt im dreistelligen Bereich. Morgen l├Ąuft die Frist f├╝r die Eingaben ab.

Wie es weitergeht mit Hals?

In der R├╝ckblende z├Ąhlte Oberb├╝rgermeister die bisherige B├╝rgerbeteiligung auf: Drei B├╝rgerversammlungen habe es beim Halser Wirt gegeben, zwei Besprechungen mit den B├╝rgern des gegen├╝ber liegenden Ufers. Vier Termine sind es bis zum m├Âglichen Spatenstich:

  • Ende September wird es eine B├╝rgerversammlung in gr├Â├čerem Rahmen geben, in der alle Einw├Ąnde aufbereitet und abgewogen werden.
  • Der Stadtrat gibt in der Sitzung am 8. Oktober seine Stellungnahme ab.
  • Es folgt der Er├Ârterungstermin zum abschlie├čenden Gutachten des Wasserwirtschaftsamtes.
  • Der Stadtrat w├╝rde danach die Planung genehmigen, der sogenannte Planfeststellungsbeschluss.

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Der Hochwasserschutz trennt mit einer Mauer die Siedlung vom Fluss, raubt dem Ort eine baumbewachsene Uferpromenade. (Quelle: Binder-CAD)
Eine Meinungsumfrage der Stadt zum Halser Hochwasserschutz ist offenbar ungl├╝cklich gelaufen. Der Halser Stadtrat Paul Kastner berichtete in der Stadtratssitzung ├╝ber Unmut im Ort, von einer ÔÇ×ZweiklassengesellschaftÔÇť werde gesprochen. Das Rathaus hatte sein Rundschreiben in der Anrede an die ÔÇ×Betroffenen des HochwassersschutzesÔÇť gerichtet, aber ausschlie├člich die Hausbesitzer angeschrieben, die vom Schutz profitieren w├╝rden. Vom Hochwasserschutz betroffen f├╝hlten sich aber alle, die damit leben m├╝ssen, sagte Kastner. Das habe ÔÇ×b├Âses BlutÔÇť gegeben.

8-Millionen-Projekt f├╝r Lindau
Der Hochwasserschutz am Donauufer in der Lindau, zwischen Kr├Ąutlsteinbr├╝cke und Sulzsteg, steht vor dem Ende der Planungsphase: Um keine Zeit zu verlieren, hat der Oberb├╝rgermeister den Stadtratsferienausschuss beauftragt, bei seiner Sitzung am 27. August die Pl├Ąne zu genehmigen. Es ist mit gesch├Ątzten 8,1 Millionen Euro nach der ÔÇ×InnpromenadeÔÇť das zweitteuerste Passauer Hochwasserprojekt. Eine Schutzmauer ├╝ber einen Kilometer, bis drei Meter hoch, vier Pumpwerke. Gesch├╝tzt wird vor allem die Zahnradfabrik, die im flussaufw├Ąrts anschlie├čenden Uferbereich bereits 5 Millionen Euro investiert hat.

 
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