Montag, 10. Dezember 2018
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Lokalnachrichten >> Mittwoch, 06. Juni 18

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Der Spatenstich ist eine Inszenierung für die Presse: 21 Männer und 2 Frauen haben sich fürs Foto aufgestellt. (Foto: Stephan Schopf)
Von Frust und Freude

Der Blutwurz zieht um

Der Likör- und Spirituosenhersteller Penninger („Blutwurz“, „BĂ€rwurz“), eine 1905 gegrĂŒndete niederbayerische Traditionsmarke, verlegt seinen Hauptsitz von Hauzenberg (Landkreis Passau) nach Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau). Jetzt war Spatenstich fĂŒr den neuen Produktions- und Schaubetrieb. Ein Umzug mit gemischten GefĂŒhlen.

BĂŒrgermeister Heinz Pollak von Waldkirchen reibt sich die HĂ€nde, einen neuen Steuerzahler und eine "Premiummarke" gewonnen zu haben. Die Brennerei werde Waldkirchen neue Besucher bringen und bessere Wahrnehmung, ist er sich sicher. Bislang verbindet der BĂŒrger in der Region das BayerwaldstĂ€dtchen mit der Marke „Garhammer“, einem großen Modehaus.

Ein Passauer ArchitekturbĂŒro hat mit seinem Entwurf aus Glas, Holz und Stein den Zuschlag der Bauherren erhalten. Die Brennerei mit Besucherzentrum entsteht weithin sichtbar an einem Verkehrsknotenpunkt, dem Kreisverkehr der nördlichen Ortseinfahrt; auf einer grĂŒnen Wiese, 7.000 Quadratmeter.

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Juniorchef Stefan Penninger begrĂŒsst die GĂ€ste zum Spatenstich. (Foto: Stefan Schopf)
Als geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter leitet Brennmeister Stefan Penninger, Jahrgang 1980, das Unternehmen. Der Ă€lteste Sohn von vier Geschwistern hat es von seinem Vater ĂŒbernommen. WĂ€hrend sich der Seniorchef auf die KrĂ€uterspezialitĂ€ten konzentrierte, sorgt der Juniorchef mit neuen Erzeugnissen, beispielsweise hausgebrannten Wacholderschnaps und Rum, fĂŒr Aufsehen am Spirituosenmarkt. Regionale Erzeugnisse liegen im Trend.

Neu: Waldkirchener Whisky

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Penninger-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Bauer ĂŒbergibt Bauunternehmer Marco Schneider die Zeitkapsel, die fĂŒr die Nachwelt verbuddelt wird; haltbar 200 Jahre. Zum Inhalt gehören FlĂ€schen mit Blutwurz und Gin.
Nach eigenen Angaben beschĂ€ftigt die Brennerei Penninger rund 60 Mitarbeiter, produziert knapp eine Millionen Flaschen Spirituosen und Essig pro Jahr. „Wir setzen an diesem Standort MaßstĂ€be fĂŒr die gesamte Branche, sowohl in Architektur als auch in Anlagentechnik“, heißt es in der Pressemitteilung. Penninger will am neuen Standort ein weiteres Fass öffnen: Destillation und Lagerung von Whiskey.

Frust in Hauzenberg
„Wir sind den Penningers eine gute Heimat solange sie es wĂŒnschen“, sagt die Hauzenberger BĂŒrgermeisterin Gudrun Donaubauer mit Frust in der Stimme. Man habe der Brennerei am ehemaligen BahnhofsgelĂ€nde, drei Kilometer vom alten Betrieb entfernt, ein 12.000 Quadratmeter großes GrundstĂŒck angeboten. Penninger habe seine WĂŒnsche zu wenig offen kommuniziert, sonst hĂ€tte man Alternativen gesucht. Die Kriterien „weithin sichtbar“ und „NĂ€he zu einem Frequenzbringer“ seien am alten Bahnhof im Tal natĂŒrlich nicht erfĂŒllt.

Die Eröffnung in Waldkirchen ist im Herbst 2019 angekĂŒndigt.

 
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