Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Lokalnachrichten >> Sonntag, 25. MĂ€rz 18

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Kapuzinerplatz, Linde, im Vordergrund die Café-Terrasse, hinter der Bautafel das Grundstück "Paradiesgarten". (Foto: mediendenk)
Neugestaltung am Innstadtbrauereiviertel

Es knirscht am Kapuzinerplatz

Elf Passauer StadtrÀte stehen hinter diesem Antrag: Am westlichen Ende des Neubaugebiets "Innstadtbrauereiviertel" soll die Umgestaltung des Kapuzinerplatzes so lange unterbleiben, bis geklÀrt ist, wie die Investoren das Umfeld auf der Innseite gestalten wollen.

Die 200.000 Euro, welche die Stadt fĂŒr die Neugestaltung am Eingangstor zu historischen Innstadt in die Hand nehmen will, wĂ€ren nach Ansicht von ÖDP und GrĂŒne hinausgeworfen Geld. Man zweifle an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme, denn der Kapuzinerplatz habe jetzt und auch in Zukunft wohl keine AufenthaltsqualitĂ€t, heißt es in einer gemeinsamen PresseerklĂ€rung.

Auf dem angrenzenden Areal, dem sogenannten Paradiesgarten, einem bisher unbefestigten Parkplatz, der mittlerweile in den Besitz  ist, sind derzeit ArchĂ€ologen aktiv. Umfangreiches Erdreich ist ausgehoben worden. Wie dieses GrundstĂŒck kĂŒnftig genutzt werden soll, ist noch nicht ganz klar. Neue Bebauung? Vielleicht der zweite InnstĂ€dter Kindergarten, fĂŒr den noch immer nicht der richtige Standort gefunden worden ist? "Als Parkplatz ist der Paradiesgarten zu schade", sagt ein Sprecher des Investors.

Diese ungeklĂ€rte Situation beim Investor und die Absicht der Stadt, am Innufer entlang des Innstadtbahnhofswegs ersatzweise fĂŒr den verkehrsberuhigten Kapuzinerplatz neue ParkplĂ€tze einzurichten, bewegten die beiden Umweltparteien zu diesem Schritt.

Der Kapuzinerplatz sei mit der Mittelinsel eines viel befahrenen Kreisverkehrs vergleichbar, schreibt GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzender Karl Synek. „Ich kenne keinen Menschen der sich an so einem Ort ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum freiwillig aufhalten will, selbst wenn er mit StrĂ€uchern verschönert wird.“

Neues Terrassen-Cafe
Andererseits haben die Investoren an der Ostflanke des Kapuzinerplatzes einen neuen Aufenthaltsort geschaffen: Auf einer erhöhten FreiflĂ€che neben der alten Linde wurden eine Terrasse fĂŒr das neue "Inn-CafĂ©"geschaffen, die mit Rasen und MagnolienbĂ€umen begrĂŒnt wird. Die Eröffnung des Lokals hatte sich wegen ausstehender Genehmigungen verzögert und soll an den Ostertagen erfolgen.

VizebĂŒrgermeister Urban Mangold von der ÖDP erklĂ€rt, dass er zwar zustimmen wĂŒrde, den Kapuzinerplatz zu begrĂŒnen, „aber nicht um den Preis, dass ein beliebter Ort der Erholung am Fluss stattdessen mit ParkplĂ€tzen zugepflastert wird.“

StĂ€dtische ParkplĂ€tze ans Innufer zu verlegen wĂ€re kein schöner Anblick fĂŒr die Flaneure auf der beliebtesten Spaziermeile der Stadt gegenĂŒber, Innkai und Innpromenade.

Die GrĂŒnanlagen am Innstadtbahnhofweg sollten den BĂŒrgern als Ruheplatz vorbehalten sein, schreiben die Antragsteller. Ihr Antrag im Wortlaut:

1. Eine Neugestaltung des Kapuzinerplatzes unterbleibt. Sie wird so lange nicht weiterverfolgt, bis konkrete Planungen fĂŒr die gegenĂŒberliegende Straßenseite vorliegen. In der Zwischenzeit werden die bisher vorhandenen sechs KurzzeitparkplĂ€tze in fĂŒnf AnwohnerparkplĂ€tze und einen Carsharingplatz umgewandelt.

2. Die vorgesehene Errichtung von ParkplÀtzen in der NÀhe des ehemaligen Innstadtbahnhofs wird nicht weiterverfolgt.

Mit dem Antrag werden sich die StadtrÀte in der nÀchsten Bauausschusssitzung am 12. April befassen. Er betrifft die Investoren des InnstadtbrauereigelÀndes, den Passauer Baulöwen Michael Kapfinger und seine Partner, die Ottakringer Brauerei in Wien.

 
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