Freitag, 23. Februar 2018
·
·

Bayern >> Mittwoch, 07. Februar 18

bild_klein_0000013089.jpg
Im Februar 2010 brachte Bürgerblick erstmals Enthüllungen über den Fall Schottdorf.
StaatsaffÀre um Medizinlobbyisten

Fall Schottdorf: MĂŒnchner Staatsanwaltschaft im Zwielicht

Der Fall Schottdorf hat eine Ahnung davon gegeben, wie in einem Amigo-Staat großer Schaden angerichtet werden kann. Verfolgt wurden diejenigen, welche den Filz aufzudecken versuchten, den Schaden an den Krankenkassen und letztendlich den Steuerzahlern stoppen wollten: LKA-Kriminalbeamte und der Autor dieser Zeilen.

bild_klein_0000013091.jpg
Sie gipfelten in einer (erfolglosen) Anzeige des Herausgebers gegen Ex-MinisterprÀsident Stoiber.
Die SchlĂŒsselfigur der AffĂ€re ist ungeschoren davongekommen, weil StaatsanwĂ€lte in Oberbayern die Verfahren hatten einstellen oder verjĂ€hren lassen. Diese konzentrierten ihre Ermittlungen vielmehr gegen diejenigen, die in diesem Sumpf der Labormedizin stocherten, die Erstgenannten. Im Februar vor acht Jahren hatte BĂŒrgerblick den Fall ins Rollen gebracht, wurde von den AnwĂ€lten des Angegriffenen mit mehreren Presseverfahren ĂŒberzogen.

Mit dem Fall Schottdorf hatte sich schließlich ein Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags befasst, der Ungereimtheiten zu klĂ€ren versuchte. Immerhin hatte das Bundesverfassungsgericht 2012 bestĂ€tigt, dass das „System Schottdorf“ betrĂŒgerisch war. Aber da waren die Fristen lĂ€ngst verstrichen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die neue Nachricht ist fĂŒr viele Beteiligten, die unter dieser AffĂ€re leiden und litten, eine Genugtuung: Die Staatsanwaltschaft in WĂŒrzburg wird das Verhalten ihrer Kollegen in MĂŒnchen ĂŒberprĂŒfen. Denn Richter am MĂŒnchner Landgericht sind zu dem Schluss gekommen, dass zumindest gegen einen der LKA-Beamten zu Unrecht ermittelt worden ist, eine „schuldhafte Amtsverletzung“. Der zweite Fall wird im Mai verhandelt.

bild_klein_0000013092.jpg
Gegen den BĂŒrgerblick-Herausgeber wurde jahrelang heimlich ermittelt; er war spĂ€ter Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags.
Gegen den Autor dieser Zeilen ist seinerzeit das Strafverfahren eingestellt worden, nachdem er an die Öffentlichkeit gegangen war und die VorwĂŒrfe der MĂŒnchner Staatsanwaltschaft sich als konstruiert und haltlos erwiesen. Er hatte darĂŒber berichtet, dass die SchlĂŒsselfigur der AffĂ€re Spendenschecks direkt an den MinisterprĂ€sidenten geschickt hatte. Dass er den Beweis als digitale Kopie vorliegen hatte, sorgte fĂŒr derart Unruhe in der CSU-nahen Justiz, dass sie alle KrĂ€fte darauf verwendeten, die "undichte Stelle" zu finden. Das eigentliche Verbrechen geriet in den Hintergrund.

Hubert Jakob Denk

 

 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

Hier Ihre Anzeige?
Kontaktieren Sie uns!

 

Unsere News und Bilder
finden Sie wieder:
 
Tageszeitung

 

Wochenzeitung

 

Illustrierte

 

TV & Radio
ARD
ZDF
Bayerisches Fernsehen
 
Agenturen

 

Ausland

 

Internet
Google
Yahoo
Passau Bilder