Montag, 23. April 2018
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Die Kastanienallee an der Innpromenade, hier eine Aufnahme vom letzten Frühling, ist bedroht. Ein Drittel der Bäume müssten für den geplanten Hochwasserschutz weichen. (Photo: Bürgerblick)
Hochwasserschutz Innpromenade

Landschaftsarchitekten unter Zeitdruck

Das Treffen im kleinen Redoutensaal ist streng vertraulich gewesen. Der Oberbürgermeister hatte den Teilnehmern eingeschärft, dass nichts nach außen dringen solle. Dabei geht es um eine öffentliche Angelegenheit: Landschaftsarchitekten sind zum Wettbewerb aufgefordert, die geplante Hochwassermauer an der Innpromenade möglichst ansehnlich zu gestalten.

Vertreter aus jeder Stadtratsfraktion, des Architekturforums und des Vereins "Forum Passau", der Denkmalpflege und der Stadtplanung sind in den Zuhörerkreis geladen. Sechs Landschaftsarchitekten sind in die engere Auswahl gekommen. Ende Februar, spätestens im März, sollen sie ihre Entwürfe vorstellen. Dies führte zur ersten Ernüchterung: Der Zeitplan ist sehr eng, um kreative und vernünftige Ideen auszuarbeiten und umzusetzen. Das betroffene Gelände, die vom Naturdenkmal „Kastanienallee“ geprägte Innpromenade, ist viel zu klein, um einen großen, attraktiven Wurf zu setzen. Dies sollen die Wettbewerbsteilnehmer bei dem Treffen verdeutlicht haben.

Beobachter, die nicht dem Stadtrat angehören, gewannen den Eindruck, dass die Baumaßnahme offenbar so gut wie entschieden sei. Parteipolitisch gesehen stellt es sich im Rathaus derzeit wie folgt dar: Die SPD (12 Sitze) mit dem Oberbürgermeister bildet zusammen mit der CSU (12 Sitze) eine solide Groko nach dem Motto „Wir bauen das!“; die FDP/ Starkes Passau (2) ist wohl auch für den umstrittenen Hochwasserschutz; die ÖDP (6) und die Passauer Liste (3) kämpfen geschlossen gegen die Zerstörung der Innpromenade; die Freien Wähler (3) sind unentschlossen, die Grünen (5) gespalten.

Die Bürgerinitiative „Rettet die Innpromenade“, an der Spitze der Verein „Forum Passau“, will als letztes Mittel zum Bürgerbegehren greifen.

 
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