Montag, 20. November 2017
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Regionales >> Donnerstag, 19. Oktober 17

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Flutmauern und mobile Elemente beim Hochwasser 2013 in Krems. (Quelle: ORF)
Hochwasserschutz Innpromenade

Kann Krems die Mauergegner ├╝berzeugen?

Mit einer kostenlosen Besichtigungsfahrt in die nieder├Âsterreichische Donaustadt Krems will der Passauer Oberb├╝rgermeister Bef├╝rworter und Kritiker eines umstrittenen Hochwasserschutzes in den Dialog bringen.

Das Angebot werde rege angenommen, sagt eine Rathaussprecherin. Man habe geplant, vier Busse einzusetzen. Die Kapazit├Ąt von etwa 200 Teilnehmern sei noch nicht ausgesch├Âpft. Abfahrt ist am Samstag, 28. Oktober, um 7 Uhr im Messepark Kohlbruck. Dort k├Ânnen B├╝rger, die vom Auto umsteigen, das Parkhaus (je Stunde 1 Euro) benutzen. Mit der R├╝ckkehr wird gegen 19 Uhr gerechnet. Die Fahrzeit f├╝r die 250 Kilometer lange Strecke wird gut dreieinhalb Stunden betragen.

Gegen eine geplante, mit mobilen Elementen aufstockbare Hochwassermauer an der Innpromenade regt sich heftiger Widerstand. Als allerletztes Mittel haben Mitglieder der B├╝rgerinitiative "Rettet unsere Innpromenade" ein B├╝rgerbegehren angek├╝ndigt. Eine unter Naturschutz stehende Kastanienallee w├╝rde unweigerlich zerst├Ârt werden. Sie ist ein beliebter zentraler Naherholungsort mit geschichtlichem Hintergrund. Die H├Ąuser in der Senke des s├╝dlichen Neumarkts, die durch diese Ma├čnahme gesch├╝tzt werden w├╝rden, sind im Vergleich zu anderen Stadtgebieten nicht vorrangig von Hochwasser betroffen.

Flutschutz: Wer A sagt muss auch B sagen
Was in der Diskussion ausgeklammert wird: Nach Darstellung des Wasserwirtschaftsamtes h├Ąngt der Hochwasserschutz auf der Innseite (s├╝dlicher Neumarkt) unmittelbar mit den geplanten Ma├čnahmen auf der gegen├╝berliegenden Donauseite (n├Ârdlicher Neumarkt) zusammen. Durch Unterstr├Âmungen k├Ânnte bei einer dramatischen Flut wie 2013 ein einseitiger Schutz unwirksam sein. Auf der Donauseite haben die Probebohrungen begonnen. Hier regt sich kein Widerstand, da dieses Stadtviertel durch die Abfahrtsrampe der Schanzlbr├╝cke nach Ansicht vieler B├╝rger bereits "verschandelt" ist.

Die Route der Busse ist so geplant, dass auch w├Ąhrend der Anfahrt zwischen den Orten Melk und Krems bestehende Hochwasserschutzeinrichtungen zu sehen sind. In Krems wird der Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes demonstriert, Referenten erkl├Ąren die Wirkungsweise. Nach diesen Vortr├Ągen haben die Teilnehmer zwei Stunden Zeit zur freien Verf├╝gung, f├╝r Stadtbesichtigung und Verpflegung.

Die Stadt Krems hat ihr Hochwasserschutzsystem vor 20 Jahren installieren lassen. Die dortigen Bilder von der Flutkatastrophe 2013 waren eher be├Ąngstigend: Die Donau reichte eine Handbreit unter die Oberkante der Schutzw├Ąnde. Schweres Treibgut, wie beispielsweise eine losgerissene Schiffsanlegestelle, h├Ątten die Konstruktion wohl zum Einsturz gebracht. Dies bem├Ąngelten Experten des Deggendorfer Wasserwirtschaftsamtes bei einem Fotovortrag.

Anmeldungen f├╝r die kostenlose Informationsfahrt nach Krems bis 24. Oktober unter 0851396 - 200 oder per E-Mail ob-buero@passau.de. Der Oberb├╝rgermeister und Vertreter der Verwaltung sind als Ansprechpartner dabei.

 
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