Sonntag, 22. Oktober 2017
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Der verletzte Mann ist am Eingang der Tiefgarage in der Grünaustraße von Notärzten behandelt worden. Ob die angebliche Messerattacke hier erfolgt war oder sich der Verletzte beispielsweise vom Busbahnhof hierher geschleppt hatte, ist unklar. (Q.: Google)
Kripo sucht Zeugen

Mann mit Bauchwunde berichtet von "Messerattacke"

Passau - Der Fall bleibt zunächst rätselhaft und ungeklärt wie zuletzt die Messerstecherei Ende Juli in Passau-Kohlbruck. Er stellte sich als erfunden heraus.

Ein Notarzt ist Dienstagmittag zu einem Einsatz in die Neue Mitte gerufen worden. Vor der Tiefgarageneinfahrt an der Gr√ľnaustra√üe lag ein Mann mit einer offenen Bauchwunde. Gegen√ľber den Rettungskr√§ften gab der Patient an, dass er von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen worden sei. Die Polizei wurde gerufen. Der Zustand des Mannes lie√ü keine umfassende Befragung zu. Er wiederholte, wie es im Polizeibericht hei√üt, mit ‚Äěvagen Angaben zum Ablauf und zum unbekannten T√§ter‚Äú √ľberfallen worden zu sein.

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Bei dem Verletzten handelt es sich um einen 38-j√§hrigen Mann, ungarische Staatsangeh√∂rigkeit, kein fester Wohnsitz. Er soll sich seit Kurzem in Passau aufhalten. Die Kripobeamten, die den Fall √ľbernommen haben, hoffen, dass sich Zeugen melden. Nachtrag: Es hat sich herausgestellt, dass der Mann den √úberfall vorget√§uscht hat, er sich durch einen Sturz offenbar selbst verletzt hat. In anderen St√§dten soll er mit √§hnlich vorget√§uschten Straftaten aufgefallen sein.

Zweifel an der Version eines 13-Jährigen
Ende Juli waren in Passau-Kohlbruck zwei minderj√§hrige Jugendliche durch Messerstiche verletzt worden. Ob sich die beiden Burschen, 13 und 15 Jahre alt, beide deutsch-russischer Abstammung, gegenseitig verletzt haben oder von einem Dritten attackiert worden sind, ist bis heute ungekl√§rt. Der Fall hatte zu einer gro√üangelegten Suchaktion der Polizei mit Hubschraubereinsatz gef√ľhrt. Die sensationsgierigen Netzwerke gl√ľhten: Amoklauf! Presseanfragen, ob Messer auch bei den Jugendlichen sichergestellt werden konnten, l√§sst die Polizei unbeantwortet.

Es gibt Ermittler, die mehr und mehr die Version des 13-jährigen Buben, der leichter verletzt worden war, bezweifeln. Dieser brachte den dritten Tatbeteiligten mit dieser Beschreibung ins Spiel: ein etwa 25 bis 40 Jahre alte Mann mit dunkelblonden kurzen Haaren, er soll einen dunklen Rucksack getragen haben.

Die angegebene Haarfarbe sorgte zumindest daf√ľr, dass die Hobbykommissare im Netz nicht auf das Feindbild "Fl√ľchtlinge" losgingen.

Zur Originalmeldung der Polizei.

 
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