Sonntag, 22. Oktober 2017
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Lokalnachrichten >> Donnerstag, 21. September 17

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Wo liegen die Schauplätze der Beschlüsse im Stadtentwicklungsausschuss? Die Karten gibt einen groben Überblick. (Grafik: MD)
Stadtentwicklung

Bauen, bauen, bauen...

Die erste kleine Stadtratssitzung nach der Sommerpause deutet mit ihren BeschlĂŒssen an, wie sich die Stellschrauben in der Stadtentwicklung drehen: Rasant geht es mit neuen Bauprojekten, ja neuem Zugriff auf unbebaute GrĂŒnflĂ€chen weiter; zĂ€h sind die Fortschritte, die LebensqualitĂ€t in der Stadt durch neue ErholungsflĂ€chen, Verkehrsberuhigung oder Förderung des Radfahrverkehrs zu steigern.

HĂ€ngebrĂŒcke: Ob und wie die Chance genutzt wird, sie am Ende der Generalsanierung einem neuen Verkehrskonzept zu unterwerfen, damit die Altstadtbewohner profitieren, bleibt offen. Die Sperre wird voraussichtlich bis FrĂŒhjahr 2018 dauern.

Bauen fĂŒr Autos: In Kohlbruck darf eine Wartungshalle auf einem FirmengelĂ€nde an der Messestraße in ein neues Parkhaus umgebaut werden. Höher als ursprĂŒnglich vorgesehen, vier statt drei Geschosse.

Bauen fĂŒr private BedĂŒrfnisse: An der Wolf-Huber-Straße wird ein neues Baufeld fĂŒr ein Einfamilienhaus ausgewiesen, oberhalb der sogenannten Grindlwiese, die Kinder frĂŒher als Schlittenhang nutzten.

Bauen fĂŒr Gewerbe: An der Graneckerstraße in Auerbach dĂŒrfen zwei Discounter ihre VerkaufsflĂ€chen von insgesamt 2.000 auf 2.500 Quadratmeter erweitern. Lidl baut auf 1.200 Quadratmeter aus, Aldi reißt ab und baut neu mit 1.300 Quadratmetern.

Bauen im Altbestand: Im MĂŒhltal, westliche Innstadt, darf eine alte Werkstattscheune, abgerissen, stattdessen ein neues Haus mit zwei Wohnungen errichtet werden. 

Bauen auf GrĂŒnflĂ€chen: In der VerlĂ€ngerung der Prachatitzer Straße, nahe dem Donaueinkaufszentrum (DEZ), sollen zehn EinfamilienhĂ€user und drei zweigeschossige MehrfamilienhĂ€user entstehen. UmweltschĂŒtzer und Anwohner fordern, dass das Bauprojekt auf keinen Fall - wie von EigentĂŒmer und Sparkasse beabsichtigt - eine Fortsetzung findet, damit fĂŒr Natur und LĂ€rmschutz ein bestimmter GrĂŒnzug erhalten bleibt; der OberbĂŒrgermeister als Sitzungsleiter erklĂ€rte, dass weitere Bauabschnitte Richtung Danzinger- und Dr.-Sittler-Straße auf keinen Fall genehmigt werden wĂŒrden. 

Bauen im Landschaftsschutz: Die Schönheit der Perle „DreiflĂŒssestadt“ wird davon bestimmt, dass sie in einer unbeschĂ€digten Fassung sitzt, den grĂŒnen HĂ€ngen der FlusstĂ€ler. Die Begehrlichkeit betuchter BĂŒrger, sich in dieser grĂŒnen Fassung Villen mit Panoramablick zu bauen, beschĂ€digt die Anmut. Die Fassung der Perle franst zunehmend aus. Eine Ortsbesichtigung soll dazu beitragen, einen neuerlichen Eingriff möglicherweise zu verhindern: Auf NaturflĂ€chen sĂŒdwestlich der Mozartstraße will ein EigentĂŒmer neue BaugrundstĂŒcke ausweisen. Eine Stadt lebe davon, dass man die HĂ€user sieht, sagte ein konservativer Stadtrat.

Radfahren: Es soll ein „modernes Radwegenetz“ realisiert werden. Dies ist ein beschĂ€mendes ZugestĂ€ndnis, dass offenbar bis heute kein praktikables existiert. Den StadtgĂŒrtel besser an die Innenstadt anbinden; ParkplĂ€tze anbieten, wo Autofahrer aufs Fahrrad umsteigen können; viele Willensbekundungen, aber wenig Konkretes. Angesprochen wurde von einem Stadtrat die Idee, die InnbrĂŒckgasse, eine Einbahnstraße altstadtauswĂ€rts, in beiden Richtungen freizugeben. Dies hatten Studentenvertreter schon vor 27 Jahren gefordert.

Leben mit den FlĂŒssen: Der Vorschlag der CSU, an geeigneter Stelle einen Stadtstrand einzurichten, wurde an die Antragsteller zurĂŒckgegeben, einen solchen Standort selbst zu benennen. Am linken Innufer und am rechten Donauufer, jeweils westlich der EisenbahnbrĂŒcken, gibt es bereits wilde FlussstrĂ€nde, die von Jugendlichen gerne genutzt werden. Am Dreiflusseck sind zur ErgĂ€nzung der ParkbĂ€nke LiegebĂ€nke vorgesehen.

Christian Zarnke

 
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