Sonntag, 22. Oktober 2017
·
·

Meinung >> Dienstag, 25. Juli 17

bild_klein_0000012219.jpg
"Wer bremst diesen Bauhai?", hatten wir im März gefragt. Jetzt bremst sich Mathias Düsterdick gerade selbst.
Der Bauhai vom Peschl-Areal

DĂŒsterdick schmollt und droht

Der Bauspekulant schmollt und droht. Seine Rechnung ist nicht aufgegangen. Die Eckpfeiler, welche der Passauer Stadtrat fĂŒr das Wohnbaugebiet auf dem ehemaligen Peschl-BrauereigelĂ€nde gesetzt hat, wollen GrundstĂŒckskĂ€ufer Mathias DĂŒsterdick und seine Partner nicht akzeptieren. Sie schickten der „Passauer Neue Presse“ am Nachmittag exklusiv eine Pressemitteilung, welche die Lokalredaktion morgen zum Topthema macht: Das 90-Millionen-Projekt sei auf Eis gelegt.

OberbĂŒrgermeister Dupper sei schon am vergangenen Freitag telefonisch in Kenntnis gesetzt worden, berichtet DĂŒsterdick der PNP. Man sei mit dem Inhalt des Bebauungsplanbeschlusses nicht einverstanden. Man störe sich an der Obergrenze der Wohnungen und der Mindestvorgabe fĂŒr den sozialen Wohnungsbau.

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte vergangene Woche mit klarer Mehrheit den Bebauungsplan beschlossen: maximal 350 Wohnungen, mindestens 20 Prozent Sozialwohnungen, Nachweis bestimmter Grenzwerte fĂŒr Immissionen und Verkehr. Bisher sei man von maximal 10 Prozent Sozialwohnungen ausgegangen, behaupten die Projektentwickler.

Über die Drohung DĂŒsterdicks hatte Dupper die StadtrĂ€te bislang nicht informiert. Viele erfuhren es aus der Zeitung. GrĂŒnen-Stadtrat Kark Synek kommentiert: "Wenn der Markt entscheidet, was gebaut wird, wenn wir uns auf dieses Niveau begeben, haben wir verloren."

DĂŒsterdick ist der Meinung, dass grundsĂ€tzlich der Markt entscheidet, wie die Zahl und GrĂ¶ĂŸe der Wohnungen letztendlich zu sein hat. Die von der Stadt gesetzte Obergrenze hat den Sinn, die Verkehrssituation in diesem Viertel nicht unnötig zu verschĂ€rfen. Möglicherweise gibt das Rathaus eine Stellungname ab.

 

Kommentar
DĂŒsterdicks DrohgebĂ€rden

Mathias DĂŒsterdick interessieren die Passauer Stadtentwicklung und deren BedĂŒrfnisse einen feuchten Kehricht. Er gehört zu der Sorte von Menschen, die ihr Geld nicht mit anstĂ€ndiger Arbeit, sondern mit (Schein-)Erpressung und Spekulation verdienen. Die Erpressung sieht gerade so aus: Wenn Passau nicht kuscht, ist das Peschl-Projekt geplatzt. Die Wahrheit ist: Sein Profit steht auf dem Spiel. 

Die Projektentwickler gebĂ€rden sich in der Provinzstadt wie die Prinzen. Sie spannen die PNP fĂŒr ihre Propaganda ein und lassen die Redakteure auf die Pauke hauen: Das Rathaus darf bis Mitte September zappeln, frĂŒhestens dann stehe man fĂŒr neue GesprĂ€che zur FĂŒgung, lassen sie verkĂŒnden. Schönen Urlaub!

Eines seiner grĂ¶ĂŸten Projekte will DĂŒsterdick ĂŒbrigens in Hamburg durchziehen: 2.000 Wohnungen auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Holsten-Brauerei. Dort hĂ€lt die Stadt das Zepter in der Hand. Beispielsweise gilt als unumstĂ¶ĂŸliche Vorgabe: 33 Prozent sozialer Wohnungsbau. Und in Passau regt man sich bei 20 auf? 

Lassen wir DĂŒsterdick in seinem Sandkasten schmollen, bis er sich wieder beruhigt hat. Wetten, dass er von selbst nachfrĂ€gt, ob er das SchĂ€ufelchen wieder in die Hand nehmen darf?

Hubert Jakob Denk

 
Bitte klicken Sie diese Förderer
und Freunde der freien Presse:

Hier Ihre Anzeige?
Kontaktieren Sie uns!

 

Unsere News und Bilder
finden Sie wieder:
 
Tageszeitung

 

Wochenzeitung

 

Illustrierte

 

TV & Radio
ARD
ZDF
Bayerisches Fernsehen
 
Agenturen

 

Ausland

 

Internet
Google
Yahoo
Passau Bilder