Dienstag, 26. September 2017
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Lokalnachrichten >> Freitag, 14. Juli 17

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Gefahr für die Region: Passauer Bürger protestierten immer wieder gegen das tschechische Atomkraftwerk Temelin, hier 2012 bei einer Veranstaltung vor der Dreiländerhalle. (Photo: mediendenk).
Tschechisches Atomkraftwerk

78.000 Bürger fordern Überprüfung von Temelin

Von Wundsiedel bis Wegscheid hat die Bürgerinitiative „Stoppt Temelin“ dieses Jahr Unterschriften gesammelt. Doch aufreizende Bikinmädchen sind in Temelin derzeit größerer Aufreger als möglicherweise mangelhafte Atomkraftwerksschweißnähte.

Die Listen mit 78.000 Unterzeichnern sind gestern im Umweltbundesministerium in Bonn übergeben worden. Weil es in dem tschechischen Atomkraftwerk immer wieder zu Pannen kommt, gibt es seit Jahren Zweifel an der Sicherheit.  

Gefährliche Schweißnähte

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Geigerzähler vor den Kühltürmen des Atomkraftwerks im böhmischen Temelin. (Photo: mediendenk)
Von der Übergabe der bayerischen Unterschriften berichtet der WDR. Die Bürger, darunter viele aus der Region Passau, fordern mit dieser Petition, dass die deutschen Behörden auf Prüfung der Mängel pochen. Am liebsten wäre ihnen die Stilllegung. Seit siebzehn Jahren ist laut Greenpeace bekannt, dass beim Bau des Kühlsystems bei den Schweißnähten gepfuscht worden sei.

Warum keine nuklare Katastrophenschutzübung?
Frust über Tatenlosigkeit herrscht auch über die bayerischen Behörden: Die ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Halo Saibold hat gerade wieder vergeblich im Kreistag den Antrag gestellt, dass eine überregionale Katastrophenschutzübung angesetzt. Unklar sei beispielsweise, wie sich die Ausgabe der Jodtabletten organisieren lässt. Der Passauer Landrat Franz Mayer hat den Vorstoß der Kreisrärin für gut befunden  - und den Antrag abgelehnt. Er vertröstete, dass der nukleare Katastrophenschutz derzeit neuen Richtlinien angepasst werde und dieser "umfassende Prozess" bei der Regierung von Niederbayern liege.

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Das Atomkraftwerk liegt Luftlinie 95 Kilometer von Passau entfernt.
Vor zwei Jahren waren wegen eines defekten Reaktordeckels in Temelin 1.500 Liter Kühlwasser ausgelaufen.

Peinlicher Praktikantinnenwettbewerb
Die Verantwortlichen in Temelin stehen nach einer Werbekampagne auch moralisch am Pranger: Sie hatten Bewerberinnen für ein Praktikum im Bikini posieren lassen, mit diesen Fotos das Netz darüber abstimmen lassen, wer die Stelle bekommen soll. Als die Medien den Sexismus aufgriffen, wurde die Kampagne mit einer Entschuldigung gestoppt.

 
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