Montag, 18. Dezember 2017
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Regionales >> Samstag, 17. Juni 17

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Im großen Innenhof der Veste Oberhaus wurde die Opernbühne aufgebaut.
Burgfestspiele

Auf zur Veste!

Die Burgfestspiele sind nach drei Jahren Pause auf der Veste Oberhaus zurĂŒck. Heute gehtÂŽs los mit einer grandiosen Oper. Das Wetter bleibt trocken, aber warme Kleidung empfiehlt sich. Nach Sonnenuntergang wird es frisch.

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Bassbariton Marc Kugel in der Rolle von Lucias Erzieher mit dem Theaterchor. (Photo: Peter Litvai)
Im historischem Flair des Passauer BurggemĂ€uers werden bei den Freiluftspielen eine Oper, ein Schauspiel und ein klassisches Konzert aufgefĂŒhrt. Mehrere GrĂŒnde verhinderten die Burgfestspiele in den letzten Jahren: 2014 bereitete sich das Theater auf die Sanierung der FlutschĂ€den vor, 2015 und 2016 fehlten die Mittel: „Einen Aufbau fĂŒr 100 Mann und ein 200 Quadratmeter großes Zelt konnten wir weder logistisch noch finanziell stemmen“ schreibt Pressesprecher Konrad Krukowski auf Nachfrage.

Heute der Auftakt: die Oper „Lucia di Lammermoor“, 100 Mitwirkende vom Solisten bis zum Techniker. Das Werk handelt von zwei Liebenden aus verfeindeten schottischen Adelsfamilien, die erst nach dem Tod vereint werden. Es entstammt der Feder des Italieners Gaetano Donizetti (1797-1848) und gilt als ein Höhepunkt der Belcanto-Epoche, des romantischen Gesangs. Höhepunkt die "Wahnsinnsarie" "Il dolce suono". Sie wurde immer wieder in Kinofilmen zitiert: im Science-Fiction "Das fĂŒnfte Element" (1997), im französischen Thriller "22 Bullets" (2010) oder im US-Thriller "Departed - Unter Feinden" (2006). Die Oper hatte ihre UrauffĂŒhrung 1835 am "Teatro San Carlo" in Neapel.

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Koloratursopranistin Judith Spiesser, derzeit "Königin der Nacht" am MĂŒnchner Gasteig, singt in Passau die Titelrolle. (Photo: Peter Litvai)
FĂŒr die Titelrolle der Lucia wurde Koloratursopranistin Judith Spiesser verpflichtet, die derzeit als "Königin der Nacht" in der Philharmonie am MĂŒnchner Gasteig zu erleben ist. Die 34-JĂ€hrige stammt als GrĂ€felfing.Sie wechselt sich ab mit US-KoloratursĂ€ngerin Emily Fultz, die zum festen Ensemble gehört.

***

Die nĂ€chste Premiere der Burgfestspiele am 24. Juni: „Name der Rose“ basiert auf dem Kriminalroman des Italieners Umberto Eco. Regisseur Claus Frankl, 56, hat es arrangiert, der schon als 11-JĂ€hriger Festspielluft bei Richard Wagners „Rheingold“ in Bayreuth schnupperte. Wagners Werk beschĂ€ftigt ihn bis heute. Den Schlussakkord setzt das „Sinfoniekonzert II“ von Mendelssohn-Bartholdy am 7. Juli. Alle AuffĂŒhrungen sind im Haupthof der Veste. 390 ZuschauerplĂ€tze gibt es, 60 mehr als im Stadttheater.

Zu allen Vorstellungen fĂ€hrt ab 18.50 ab Opernhaus ein Bus mit Stopps am ZOB, am Schanzl und in Eggendobl, RĂŒckfahrt 20 Minuten nach Vorstellungsende.

Zum Programm.

Tobias Mayerhofer

 
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