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Lokalnachrichten >> Freitag, 16. Juni 17

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Tatort Bahnhofsgaststätte: Zwei der drei Spielautomaten mit geplünderten Geldkassetten stehen offen, das Fenster ist in Griffhöhe eingeschlagen, Glassplitter am Boden. (PR-Foto: Bundespolizei)
Einbruchserie "Bahnhofsgastst├Ątte"

Spielautomatenknacker wiederholt Coup nach Haftentlassung

Spielautomaten k├Ânnen f├╝r Einbrecher Goldgruben sein. Wenn sie von den Betreibern selten geleert werden, sammeln sich in den Geldkassetten Scheine und M├╝nzen im Wert von mehreren Tausend Euro an. Die Spielautomaten in der Passauer Bahnhofsgastst├Ątte sind innerhalb von zwei Jahren zum dritten Mal das Ziel von Einbrechern geworden. Ein 59-j├Ąhriger Mann ist zwei Wochen sp├Ąter gefasst worden und gestand die Tat. Die Video├╝berwachung (siehe unten) hat ihn ├╝berf├╝hrt. Es ist ein Serient├Ąter: Er hatte den Coup unmittelbar nach der verb├╝├čten Haftstrafe wiederholt.

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Die Ermittler der Bundespolizei haben die Beute sortiert, gestapelt und fotografiert: mehr als 6.500 Euro aus zwei Spielautomaten der Passauer Bahnhofsgastst├Ątte.
Der 59-j├Ąhrige Einbrecher hatte in der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag zugeschlagen. Der Inhalt der gepl├╝nderten Geldkassetten beziffert sich auf rund 6.500 Euro; hinzu kommen die Einbruchssch├Ąden. Nach seinem Gest├Ąndnis f├╝hrte der Gefasste die Ermittler zum Versteck seiner Beute. Etwa 500 Euro hatte er bereits ausgegeben.

Schotterstein als Tatwerkzeug
Das Einbruchswerkzeug hatten die Wirtsleute gefunden, als sie am Dienstag nach Pfingsten um 7 Uhr die Tat entdeckten: einen Schotterstein. Die Polizeibeamten haben ihn mitgenommen, in der Hoffnung DNA-Spuren des T├Ąters zu finden. Dieser hatte damit ein Loch in die Scheibe eines zur Stra├čenseite gelegenen Gastst├Ąttenfensters geschlagen und es entriegelt. Das Revier der Bundespolizei liegt gleich um die Ecke. Taxifahrer haben nichts bemerkt, weil sie in den fr├╝hen Morgenstunden, wenn keine Z├╝ge ankommen, den Bahnhofstaxistand nicht belegen. Zwei ├ťberwachungskameras hatte den Einbruch jedoch aufgezeichnet. Sie zeigen einen Mann mit schwarzem K├Ąppi und Rucksack, der sich erst am Tresen ein dunkelblaues Halstuch ├╝ber Mund und Nase zieht.

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Die Passauer Bahnhofgastst├Ątte: Das Fenster, ├╝ber welches der Dieb eingestiegen ist, steht offen. (PR-Foto: Bundespolizei)
Nach dem ersten Spielautomatenaufbruch in der Bahnhofsgastst├Ątte im Dezember 2015 war dieser Mann gefasst und verurteilt worden. Damals war der Schaden gering, aber wegen seiner Vorstrafen musste der Verurteilte eine mehr als einj├Ąhrige Gef├Ąngnisstrafe absitzen.

Ungekl├Ąrt bleibt der dritte Einbruch vom September letzten Jahres, bei dem ein f├╝nfstelliger Geldbetrag aus den Spielautomaten erbeutet worden ist. F├╝r diesen Zeitpunkt  hat der Gefasste ein Alibi, er sa├č noch im Gef├Ąngnis. .

Unstimmigkeiten zwischen Bundes- und Landespolizei
Polizeiintern sorgte die Aufbruchsserie f├╝r Irritationen, denn Bundes- und Landespolizei sind sich ins Gehege gekommen: W├Ąhrend die fr├╝heren F├Ąlle die Ermittler der Landespolizei bearbeitet haben, ├╝bernahmen den neuen Fall Beamte der Bundespolizei, die eigentlich nur f├╝r die Bahnanlagen zust├Ąndig sind. F├╝r die Ermittlungen seien solche Aufgabenwechsel nicht dienlich, lautet Kritik aus Kreisen der Polizeiinspektion.

Die Videos, die den Spielautomatenaufbrecher von Pfingsten ├╝berf├╝hrten.



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Dieser Beitrag vom 7. Juni 2017 wurde am 16. Juni aktualisiert.

 
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