Dienstag, 22. August 2017
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Lokalnachrichten >> Freitag, 16. Juni 17

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Tatort Bahnhofsgaststätte: Zwei der drei Spielautomaten mit geplünderten Geldkassetten stehen offen, das Fenster ist in Griffhöhe eingeschlagen, Glassplitter am Boden. (PR-Foto: Bundespolizei)
Einbruchserie "Bahnhofsgaststätte"

Spielautomatenknacker wiederholt Coup nach Haftentlassung

Spielautomaten k√∂nnen f√ľr Einbrecher Goldgruben sein. Wenn sie von den Betreibern selten geleert werden, sammeln sich in den Geldkassetten Scheine und M√ľnzen im Wert von mehreren Tausend Euro an. Die Spielautomaten in der Passauer Bahnhofsgastst√§tte sind innerhalb von zwei Jahren zum dritten Mal das Ziel von Einbrechern geworden. Ein 59-j√§hriger Mann ist zwei Wochen sp√§ter gefasst worden und gestand die Tat. Die Video√ľberwachung (siehe unten) hat ihn √ľberf√ľhrt. Es ist ein Serient√§ter: Er hatte den Coup unmittelbar nach der verb√ľ√üten Haftstrafe wiederholt.

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Die Ermittler der Bundespolizei haben die Beute sortiert, gestapelt und fotografiert: mehr als 6.500 Euro aus zwei Spielautomaten der Passauer Bahnhofsgaststätte.
Der 59-j√§hrige Einbrecher hatte in der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag zugeschlagen. Der Inhalt der gepl√ľnderten Geldkassetten beziffert sich auf rund 6.500 Euro; hinzu kommen die Einbruchssch√§den. Nach seinem Gest√§ndnis f√ľhrte der Gefasste die Ermittler zum Versteck seiner Beute. Etwa 500 Euro hatte er bereits ausgegeben.

Schotterstein als Tatwerkzeug
Das Einbruchswerkzeug hatten die Wirtsleute gefunden, als sie am Dienstag nach Pfingsten um 7 Uhr die Tat entdeckten: einen Schotterstein. Die Polizeibeamten haben ihn mitgenommen, in der Hoffnung DNA-Spuren des T√§ters zu finden. Dieser hatte damit ein Loch in die Scheibe eines zur Stra√üenseite gelegenen Gastst√§ttenfensters geschlagen und es entriegelt. Das Revier der Bundespolizei liegt gleich um die Ecke. Taxifahrer haben nichts bemerkt, weil sie in den fr√ľhen Morgenstunden, wenn keine Z√ľge ankommen, den Bahnhofstaxistand nicht belegen. Zwei √úberwachungskameras hatte den Einbruch jedoch aufgezeichnet. Sie zeigen einen Mann mit schwarzem K√§ppi und Rucksack, der sich erst am Tresen ein dunkelblaues Halstuch √ľber Mund und Nase zieht.

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Die Passauer Bahnhofgastst√§tte: Das Fenster, √ľber welches der Dieb eingestiegen ist, steht offen. (PR-Foto: Bundespolizei)
Nach dem ersten Spielautomatenaufbruch in der Bahnhofsgaststätte im Dezember 2015 war dieser Mann gefasst und verurteilt worden. Damals war der Schaden gering, aber wegen seiner Vorstrafen musste der Verurteilte eine mehr als einjährige Gefängnisstrafe absitzen.

Ungekl√§rt bleibt der dritte Einbruch vom September letzten Jahres, bei dem ein f√ľnfstelliger Geldbetrag aus den Spielautomaten erbeutet worden ist. F√ľr diesen Zeitpunkt  hat der Gefasste ein Alibi, er sa√ü noch im Gef√§ngnis. .

Unstimmigkeiten zwischen Bundes- und Landespolizei
Polizeiintern sorgte die Aufbruchsserie f√ľr Irritationen, denn Bundes- und Landespolizei sind sich ins Gehege gekommen: W√§hrend die fr√ľheren F√§lle die Ermittler der Landespolizei bearbeitet haben, √ľbernahmen den neuen Fall Beamte der Bundespolizei, die eigentlich nur f√ľr die Bahnanlagen zust√§ndig sind. F√ľr die Ermittlungen seien solche Aufgabenwechsel nicht dienlich, lautet Kritik aus Kreisen der Polizeiinspektion.

Die Videos, die den Spielautomatenaufbrecher von Pfingsten √ľberf√ľhrten.



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Dieser Beitrag vom 7. Juni 2017 wurde am 16. Juni aktualisiert.

 
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